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Tauchparadies Griechenland

Griechenland ist die Wiege der westlichen Kultur – und das lässt sich auch bis heute noch spüren: Archäologische Stätten, alte Kirchen und historische Artefakte von größter Bedeutung lassen sich auf der Halbinsel und seinen 1.400 Inseln – wobei nur 24 bewohnt sind – bestaunen. Diese befinden sich dabei aber nicht immer an Land. Auch Unterwasser gibt es eine Vielzahl von Zeugnissen der ersten europäischen Hochkultur. Damit diese Artefakte nicht geplündert werden, wurde das Tauchen bis 2006 stark eingeschränkt. Doch seitdem die Einschränkungen gelockert sind, warten zahlreiche Tauchplätze auf Tauchneulinge und Geübte. Die schönsten dieser Tauchspots in Griechenland stellen wir dir in diesem Beitrag vor.

  • Tauchen in Griechenland

1. Die besten Tauchspots

Korfu: Atemberaubende Landschaften zu Land und Unterwasser

Korfu ist nicht nur für Wanderliebhaber eine Reise wert: Auch die Unterwasserwelt hält eine spannende Landschaft parat. Unterschiedliche Höhlen, Grotten und Riffe laden dazu ein, die siebtgrößte Insel Griechenlands vom Wasser aus zu entdecken, wobei es bis zu 100 Meter in die Tiefe gehen kann. Das Highlight eines jeden Tauchgangs auf Korfu: Das Himmelsloch. Das ist eine unterirdische Höhle, deren Eingang sich in einem Spalt im Fels in etwa 10 Metern Tiefe befindet. Sobald du durch diesen Spalt getaucht bist, brauchst du circa 20 Meter bis du in eine zur Wasseroberfläche hin geöffnete Höhle gelangst. Das Besondere an diesem Tauchspot: Dich erwartet ein Lichterspektakel an der Höhlendecke, das durch die Sonnenstrahlen entsteht.

Weitere Top-Tauchspots:

Ankerhöhle: In etwa 10 Metern Tiefe befindet sich die Ankerhöhle, in der man mit einer Luftblase auftauchen kann. Das Highlight dieser Höhle ist das Wrack eines englischen Munitionsschiffs, das im Jahr 1944 versunken ist. Die Wrackteile verteilen sich bis zu einer Tiefe von 45 Metern.

Blue Eye: Das Blue Eye ist ein spannendes Labyrinth aus zwei Höhlen. Während die eine Höhle für Taucher absolut ungefährlich ist, solltest du bei der zweiten Höhle – auch Super Blue Eye genannt – über entsprechende Ausrüstung und Höhlenerfahrung verfügen.

Sonntagshöhle: In einer Wassertiefe von etwa 10 Metern findest du den Eingang der Sonntagshöhle, die du erreichst, wenn du einen etwa 80 Meter langen Gang im Berg getaucht bist. Dort erwarten dich drei Kammern, die nach oben hin geöffnet sind. Während die ersten beiden Höhlen problemlos zu erreichen sind, solltest du in die dritte Kammer nur als sehr erfahrener Höhlentaucher eintauchen.

Kreta: Faszinierende Farbenvielfalt zwischen Himmel und Erde

Kreta bietet sowohl an Land als auch zu Wasser so einige Highlights. Während du zu Land die einzigartigen archäologischen Stätten bestaunen kannst, gibt es unter Wasser von Höhlen über Abgründe bis hin zu Felslandschaften einzigartige Unterwasserlandschaften zu bestaunen. Definitiv sehenswert ist dabei die El Greco Höhle. Der Tauchgang zu dieser Höhle beginnt dabei an der Klippe der El Greco Bucht. Nachdem du etwa 15 Meter in die Tiefe getaucht bist, erreichst du den Eingang der unterirdischen Höhle. Schon beim Auftauchen in die Höhle wirst du faszinierende Unterwasserwelten erleben: Kleine Garnelenschwärme tummeln sich dort und atemberaubende Stalagmiten und Stalaktiten formen das außergewöhnliche Aussehen dieser Unterwasserhöhle, die zudem über eine Luftkammer verfügt.

Weitere Top-Tauchspots:

Mononaftis: Der Mononaftis Felsblock – Mononaftis heißt übersetzt „Einsamer Seemann“ – ist sowohl für Anfänger als auch für erfahrene Taucher geeignet. In Wassertiefen zwischen 18 und 35 Metern wirst du ein Riff vorfinden, das einzigartiger nicht sein könnte: Schmale Schluchten, große Felslöcher und eine lebhafte Tierwelt machen den Mononaftis-Felsblock zu einem der beliebtesten Tauchspots in Griechenland.

Messerschmitt Wrack: Vor der Küste Kretas liegt das Wrack eines deutschen Kampfflugzeugs aus dem Zweiten Weltkrieg. Das Flugzeugwrack, das auf dem Kopf steht, kannst du bei einem Tauchgang entdecken. Da das Cockpit, der Rumpf, die Flügel und sogar die Maschinengewehre noch intakt sind, ist der Anblick des Flugzeugs auch heute noch faszinierend.

Du möchtest jetzt noch mehr über Kreta erfahren? Dann lese dir doch direkt unsere Artikel Reisetipps für Kreta durch.

Naxos: Der Dom ruft

Naxos ist ein Paradies für Surfer, Wanderer und Strandurlauber. Ein Highlight an Land ist beispielsweise das Tempeltor Portara, das zu einem unvollendeten Tempel zu Ehren des Gottes Apollon gehört. Doch auch unter Wasser gibt es einige Highlights, die du nicht verpassen solltest. Der wahrscheinlich wichtigste Tauchspot ist die Höhle „The Dome“, die vor einer unbewohnten Insel liegt. Schon der Tauchgang zur Höhle, die in etwa 10 bis 15 Metern Tiefe liegt, wird dich mit einer faszinierenden Unterwassertierwelt begeistern. Insgesamt gibt es drei Eingänge zu der Haupthöhle, die ihren Namen durch den vom Sonnenlicht beleuchteten Deckendurchbruch erhält. Dadurch wird dir ein spektakuläres Naturschauspiel zuteil, bei dem du blau beleuchtete Stalaktiten in rund 20 Metern Höhe entdecken kannst. Diesen Tauchgang wirst du sicher ein Leben lang nicht vergessen!

Weitere Top-Tauchspots:

Beaufighter Wrack: Insgesamt liegen sieben Wracks vor der Küste Naxos. Eines der spektakulärsten Flugzeugwracks ist wahrscheinlich das Beaufighter Wrack, das erst 2007 von Tauchern entdeckt wurde. In einer Tiefe von 34 Metern findest du das nahezu vollständig erhaltene Flugzeug, das 1943 im Zweiten Weltkrieg auf den Meeresgrund gesunken ist. Zum Teil können die Bedingungen sehr rau sein, weshalb der Tauchgang nur für erfahrene Taucher geeignet ist.

Arado 196-Wrack: Das deutsche Wasserflugzeug Arado 196, das in etwa 20 Metern Tiefe liegt, bietet eine dramatische Kulisse für einen atemberaubenden Tauchgang. Dieses wurde 1944 von einem englischen Beaufighter getroffen und versank – nachdem sich die Besatzung retten konnte – auf den Meeresgrund nahe der griechischen Insel. Obwohl das Wrack überkopf liegt, sind der Rumpf und die Flügel fast gänzlich intakt.

Mykonos: Ein Eldorado für Taucher

Weiße Strände und das mediterran warme Klima begeistern seit jeher nicht nur Badeurlauber. Eine Vielzahl an Fischschwärmen, die die Farbenvielfalt der griechischen Unterwasserwelt widerspiegeln und sich zwischen Relikten aus historischen Zeiten tummeln, sowie atemberaubende Unterwasserhöhlen ziehen sowohl Hobby- als auch Sporttaucher an. Ein Highlight unter den zahlreichen Tauchspots ist dabei sicherlich der Tauchplatz neben der kleinen und unbewohnten Dragonisi Insel, die sich unweit von Mykonos befindet. Bei diesem

Tauchspot kommen vor allem Unterwasserfotografen voll auf ihre Kosten, da kleine Glasfische und andere farbenreiche Meerestiere das Licht unter Wasser spiegeln und so das perfekte Motiv abgeben. Außerdem gibt es dort einige atemberaubende Höhlen und Felsformationen zu entdecken, die sicher auch dich bezaubern werden.

Weitere Top-Tauchspots:

Wrack der Anna II: Die Anna II war ein Frachter mit einer Länge von etwa 62 Metern, der am 20. Juli 1995 mit einer Ladung Zement südöstlich von Mykonos sank. Das Schiffswrack, das von außen und auch teilweise von innen besichtigt werden kann, befindet sich in einem sehr guten Zustand und liegt etwa 18 bis 35 Meter unter der Wasseroberfläche.

Prasonisia: An diesem Tauchspot, der sich durch kleine Felseninseln auszeichnet, kannst du Antiquitäten und Wracks entdecken, die auf dem Meeresgrund liegen. Außerdem tummelt sich dort so einiges an Fischsorten wie beispielsweise Lippfische. Der Tauchplatz eignet sich vor allem für Anfänger.

Allgemeine Empfehlungen

Egal, wo du dich befindest: Ob auf Korfu, Kreta oder am griechischen Festland: Du wirst bei deinen Tauchgängen auf so einige Antiquitäten und Artefakte stoßen. Wichtig ist dabei, dass du diese wohl anschauen, aber nicht berühren oder mitnehmen darfst. Außerdem musst du – wenn du ohne einen Tauchlehrer tauchen gehst – über den Fundort Bericht erstatten.

Tauchen in Griechenland ist nicht gefährlich, denn es droht keine Gefahren von Haien oder Ähnlichem. Trotzdem gibt es auch im Mittelmeer Barsche, die zu den großen Raubtieren gehören. Daher solltest du diese nicht aktiv suchen sowie dich am besten langsam bewegen. Du kannst selbstverständlich nach kleineren Tierchen Ausschau halten, wie beispielsweise Aalen, Seepferdchen oder Fischen.

Nachttauchen ist in Griechenland ein absolutes Muss – wenn du dich traust und über die nötige Erfahrung verfügst. Denn: Nachts kannst du Sepien, Meeraale und Kraken entdecken, die sich nur zur Nachtzeit aus ihren Verstecken wagen. Ein unvergessliches Erlebnis!


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