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Wandern in Griechenland

Griechenland bietet mit zahlreichen Inseln, Gebirgszügen und einer abwechslungsreichen Flora und Fauna viel zu entdecken – und das zu Fuß! Es gilt also: Wanderschuhe schnüren, Ausrüstung einpacken und Griechenland beim Wandern entdecken. Wir haben dir die wichtigsten Infos rund um den perfekten Wanderurlaub zusammengestellt: Egal, ob du dich nun alleine auf Tour machst oder mit einer geführten Gruppe unterwegs bist.

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1. Grundlegende Informationen

Die geografische Vielfalt Griechenlands

Griechenland hat einiges zu bieten: Als Wiege der europäischen Kultur befinden sich in Griechenland zahlreiche historische Stätten, Ausgrabungsorte und kulturelle Bauwerke, die man gesehen haben muss. Zugleich brilliert die hellenische Republik, wie Griechenland ebenfalls genannt wird, mit einer atemberaubenden geografischen Vielfalt: Weiße, schier endlos anmutende Strände, Badestellen mit schwarzem und rotem Vulkansand, Olivenhaine und Gebirgszüge, die mehrere Tausend Meter in die Höhe ragen – mehr Abwechslung geht kaum! All das lässt sich zu Fuß entdecken – jedoch nicht auf einmal. Du solltest dir also vorab überlegen, in welchen Teil Griechenlands deine Wandertour führen soll. Je nach körperlicher Fitness und Grundkonstitution musst du nicht nur das Gelände genauer in Augenschein nehmen, sondern solltest auch auf die klimatischen Bedingungen achtgeben.

Das passende Wanderwetter

Sowohl auf dem Festland als auch auf den Inseln herrscht überwiegend ein mediterranes Klima. Das bedeutet, dass du mit trocken-heißen Sommern und feucht-milden Wintern rechnen kannst. Gerade die Küstenregionen sind in der kühleren Jahreszeit relativ mild. Aber, Achtung: Im Gebirge kann es recht kühl werden – das musst du bei deiner Tourenplanung beachten. Je höher die Berge, desto kälter die Temperaturen. Da es auch 19 Wintersportgebiete in der hellenischen Republik gibt, ist klar: Es kann auch Schnee geben. Was heißt das nun für das Wanderwetter? Optimalerweise solltest du deinen Fußmarsch in den Monaten April bis Mai antreten – die Temperaturen liegen in dieser Zeit bei rund 20 Grad Celsius. Von Juni bis September kann es sehr heiß werden: 30 bis 40 Grad Celsius sind bei körperlicher Aktivität nicht für jedermann geeignet. Die Wintermonate zwischen Dezember und Februar warten mit Niederschlag auf und können unangenehm werden.

Auf die richtige Ausrüstung setzen

Trotz der zahlreichen Küsten und des maritimen Ambientes wird ein Großteil von Griechenland – nahezu 80 Prozent – als Gebirgsland klassifiziert. Das bedeutet, dass du in jedem Fall auf die richtige Wanderausrüstung setzen musst. An- und Abstiege, die mehrere Hundert oder zum Teil auch einmal Tausend Höhenmeter umfassen können, erfordern das richtige Schuhwerk. Schmale Pfade, steinige Wege oder ausgetrocknete Flussbetten in tiefen Schluchten halten zahlreiche Stolperfallen bereit: Hier bieten sich Wanderstöcke an, die du entweder als Sondergepäck aus Deutschland mitnehmen kannst oder vor Ort erwirbst. Stöcke mit Teleskopfunktion können auch ohne Weiteres im Koffer verschwinden. Da die Beschilderung nicht immer optimal ist, kann auch ein GPS-Gerät für das Erfassen von Koordinaten hilfreich sein.

Wichtig: Denke auch an Sonnencreme und eine Kopfbedeckung, die eventuell über einen Nackenschutz verfügt. Auch bei vermeintlich bedecktem Himmel ist die Sonnenbrandgefahr groß! Ebenfalls ist ausreichend Flüssigkeit ein Muss.

2. Wandern auf den griechischen Inseln: Rhodos, Korfu, Kreta und Co.

Griechenland lockt nicht nur auf dem Festland mit atemberaubenden Strecken, die sich am besten zu Fuß entdecken lassen. Auch auf den Inseln gibt es zahlreiche Optionen, die Wanderausrüstung einzusetzen. Immer mehr Urlauber lieben außerdem die Kombination aus Bade- und Wanderurlaub. Das ist auch eine tolle Möglichkeit, einen Kompromiss zwischen verschiedenen Urlaubsvorlieben zu treffen: Strandurlaub trifft auf Wandertouren!

Rhodos

Rhodos ist die viergrößte Insel Griechenlands. Sie entdeckt man am besten mit dem Mietwagen – oder eben per pedes. Die Insel des Sonnengottes hält verschiedene Strecken für Anfänger und Fortgeschrittene parat. Wer sich nicht alleine auf die Beschilderung verlassen möchte, bucht vor Ort eine der Tagestouren, die gleich von mehreren Veranstaltern angeboten werden.

Routen-Tipp: Rundwanderung von Chorio nach Stravros Polemou zurück zum Ausgangspunkt. Diese Wanderung, die etwa in viereinhalb Stunden bewältigt werden kann, eignet sich auch für weniger Fortgeschrittene. Der Höhenunterschied beträgt circa 450 Meter und kann mit genügend Wasser und Zeit auch von Anfängern bewältigt werden.

Korfu

Die Insel Korfu gehört zu den Ionischen Inseln und befindet sich südöstlich von Italien gelegen im Ionischen Meer. Das Bild der 585,312 km² großen Insel ist von einer bergigen Landschaft geprägt, wobei insgesamt zwei Höhenzüge die Insel gliedern. Während sich in der Mitte von Korfu der Agii Deka befindet, der mit einer relativ überschaubaren Höhe von 576 Metern aufwarten kann, befindet sich im Norden die Pantokrator-Kette mit 911 Metern Höhe.

Routen-Tipp: Ideal für Einsteiger oder eine leichte Alternative, wenn noch der Strandbesuch ansteht, ist der Rundweg von Myrtiotissa über die Klosteranlagen zum Strand. Die Strecke beträgt lockere 5 Kilometer, wobei nur knapp 300 Höhenmeter bezwungen werden müssen.

Kreta

Die Insel Kreta ist vom Ida- bzw. Psiloritis-Gebirge geprägt, wobei der höchste Punkt bei 2.456 Metern liegt. Gerade der Westen der Insel wird gemeinhin als Paradies für Wanderfans beschrieben. Denn: Hier treffen Berge auf Gewässer und markieren so eine landschaftliche Vielfalt. Das Besondere an der größten griechischen Insel, die über eine Fläche von 8.261 km² verfügt, sind die vielen Wanderwege, welche einen Großteil des Eilandes überziehen. Sie werden nicht befahren, sondern zumeist nur von Hirten genutzt – es ist also gut möglich, die Flora und Fauna bestaunen zu können, ohne einem einzigen Menschen zu begegnen.

Routen-Tipp: Eine Wanderung durch die Samaria-Schlucht, die als längste Schlucht Europas gilt. Die Distanz der Wanderung beträgt rund 16 Kilometer und startet bei einer Höhe von 1.230 Metern. Das Angenehme dabei: Die Route führt nach unten und bringt dich den Weg hinter zum Libyschen Meer nach Agia Roumeli. Ideal für alle, die sich nach der Tour gerne noch eine Abkühlung im frischen Nass gönnen wollen!

Du möchtest jetzt noch mehr über Kreta erfahren? Dann lese dir doch direkt unsere Artikel Reisetipps für Kreta durch.

Santorin

Etwa 120 Kilometer nördlich von Kreta befindet sich die Inselgruppe Santorin. Auch die Vulkaninseln laden zu ausgeprägten Wandertouren ein – und hier gibt es wirklich viel zu sehen. Von Thermalquellen über das Meer bis hin zum Kraterrand locken verschiedene natürliche „Sehenswürdigkeiten“ Wanderer von nah und fern an.

Routen-Tipp: Von der Hauptstadt Fira führt die Strecke hinunter in den Alten Hafen. Mit einem Boot kannst du dich dann über die Caldera zum Vulkan bringen lassen. Über den schlafenden Vulkan geht es im Anschluss zu den Thermalquellen. Hier kannst du deine Beine von der anstrengenden Wanderung im anregenden Wasser baumeln lassen. Für den Rückweg bietet sich die Seilbahn an – eine Belohnung nach der Tagestour!

Du möchtest jetzt noch mehr über Santorin erfahren? Dann lese dir doch direkt unsere Artikel Reisetipps für Santorin durch.

3. Wanderreisen im griechischen Gebirge

Wer es gerne bergig mag, findet in Griechenland zahlreiche Wanderwege und Trails, die sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene geeignet sind. Zu Auswahl stehen das Pindos-Gebirge, das Rhodope-Gebirge sowie der Olymp-Ossa-Pilion-Gebirgszug und das Taygetos-Gebirge auf der Halbinsel des Peloponnes. Nachfolgend stellen wir dir auch die Wander-Highlights im griechischen Gebirge vor.

Olymp

Der Olymp ist nicht nur aus der Mythologie bekannt: Auch bei Wanderfans erfreut sich der Berg bzw. der Gebirgszug größter Beliebtheit. Als höchstes Gebirge Griechenlands mit einer maximalen Höhe von 2.918 Metern bietet es viele Möglichkeiten für Wandertouren. Der Gebirgszug, der das Grenzgebiet von Thessalien und Zentralmakedonien markiert, ist zudem die Heimat von seltenen Pflanzen- und Tierarten: Wer sich auf leisen Sohlen bewegt, hat die Möglichkeit, Steinmarder, Wildkatzen und mehr als 100 Vogelarten zu bestaunen.

Routen-Tipp: Rundwanderweg von Litochoro über den Golna in die Enipeas-Schlucht. Diese sanfte Tour eignet sich für Wanderneulinge oder wenn das Wetter einmal nicht mitspielt. Toller Benefit: Auf dem Weg liegt ebenfalls das Kloster Agios Dionisos, das zu einer Stippvisite einlädt.

Nord-Osten: Vikos-Schlucht

Wer sich bei wärmeren Temperaturen auf den Weg macht, könnte von einer ausgedehnten Tour durch die Vikos-Schlucht profitieren. Die Schlucht, die im Nord-Osten des Landes liegt, ist 20 Kilometer lang und mehr als 1.000 Meter tief. Das Besondere dabei: Nicht nur die Wanderroute durch die Schlucht empfiehlt sich, sondern auch der Aufstieg ins umliegende Gebirge. Der höchste Punkt, der in nächster nähe zum Abgrund der Schlucht liegt, ist eine atemberaubende Fotokulisse. Aber Achtung: Aus Sicherheitsgründen sollte hier einiger Abstand zur Klippe gehalten werden. Erfahrene Wanderer wissen außerdem, dass es ein Tabu ist, Steine oder andere Dinge von oben in die Schlucht zu werfen – es besteht die Gefahr, Menschen im Tal ernsthaft zu verletzen.

Routen-Tipp: Im Sommer ist eine Tour durch das ausgetrocknete Flussbett ein echter Gewinn. Der Weg ist aufgrund der zahlreichen Steine unwegsam und nicht ohne. Alle Anstrengung wird aber von der besonderen Aussicht belohnt: Aus der Perspektive des Flussbetts lassen sich Steinbrücken und der Uferverlauf betrachten. Gut erhaltene Fußwege, wie beispielsweise der Pfasterweg von Vradeto nach Kapesovo eignen sich hingegen eher für Wanderanfänger.

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