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Florenz – die Wiege der Renaissance

Die italienische Großstadt Florenz ist die Hauptstadt der Toskana. Florenz gilt nicht nur als Wiege der Renaissance, die eine große Fülle an Kunstschätzen hervorgebracht hat, sondern zählte im 15. und 16. Jahrhundert auch zu den reichsten Städten. Unter anderem Galileo Galilei, Michelangelo und Leonardo da Vinci verbrachten Teile ihres Lebens in Florenz. Kein Wunder also, dass es insbesondere im historischen Zentrum der Stadt am Arno so vieles für dich zu entdecken gibt.

Wir haben für dich die wichtigsten Kunstmuseen in Florenz, in denen du unter anderem viele Werke der Renaissance bewundern kannst, recherchiert und stellen sie dir vor – allen voran die Uffizien. Im Anschluss warten noch drei das Stadtbild von Florenz in besonderer Weise prägenden Gebäude auf dich – die kannst und solltest du nicht übersehen.

Die Kunstschätze in den Uffizien

Eine Besichtigung der Uffizien solltest du bei einem Aufenthalt in Florenz unbedingt einplanen. Das Gebäude wurde zwischen 1560 und 1580 nach den Entwürfen von Giorgio Vascari gebaut. Ursprünglich wurden dort die Büros der Stadtverwaltung und der Ministerien untergebracht. Daher stammt auch der Name, denn das italienische Wort „uffici“ bedeutet übersetzt „Büros“. Der damalige Großherzog der Toskana, Cosimo I. de Medici, ließ für den Neubau ein ganzes Stadtviertel abreißen.

Heute ist in dem Gebäude die wichtigste Kunstsammlung Italiens mit bedeutenden Skulpturen und Gemälden untergebracht. Dazu zählen unter anderem einige absolute Meisterwerke der italienischen Renaissancekunst von zum Beispiel Michelangelo, da Vinci, Giotto und Raffael.

Eine Besichtigung des Vasarikorridors

Im Jahr 1565 wurde auch ein langer Korridor gebaut, der den Palazzo Vecchio über die Uffizien, die Brücke Ponte Vecchio und die Kirche Santa Felicità mit dem Palazzo Pitti auf der anderen Seite des Arno verbindet. Durch diesem sogenannten Vasarikorridor konnte der damalige Großherzog unbehelligt vom Palazzo Vecchio zum Palazzo Pitti gelangen. Seit dem 18. Jahrhundert werden in dem Gang vor allem Künstlerselbstportraits ausgestellt. Um diesen Gang zu besichtigen, musstest du bisher spezielle Führungen buchen. Dies soll sich aber in naher Zukunft ändern. Die Bilder sollen an einem anderen Ort untergebracht werden und der Gang soll dann für die Besucher geöffnet werden.

Tipps für deinen Besuch der Uffizien

Möchtest du die Uffizien besichtigen, buche deine Tickets auf jeden Fall vorher online. An der normalen Schlange wartest du in der Hochsaison sonst mitunter bis zu vier Stunden, bevor du in die Uffizien gelangst. Für reservierte Tickets ist die Warteschlange deutlich kürzer. Trotzdem solltest du mindestens eine Viertelstunde vor deinem gebuchten Zeitfenster da sein, damit du dein Ticket pünktlich abholen kannst.

Sehr wichtig ist auch, dass du dir bequeme Schuhe anziehst. Bei der Erkundung der vielen Säle in den Uffizien bist du mehrere Stunden auf den Beinen. Plane deinen Besuch vorher gut und überlege dir, welche Kunstwerke du unbedingt sehen möchtest, denn alles wirst du bei einem Besuch nicht schaffen.

Weitere Kunstmuseen in Florenz

Neben den Uffizien gibt es noch viele weitere Kunstmuseen in Florenz, in denen dich diverse Meisterwerke erwarten. Wir haben zwei Museen für dich herausgesucht, deren Ausstellungen du dir nicht entgehen lassen solltest.

Museen und Ausstellungen im Renaissance-Palast Palazzo Pitti

Ist dir der Ansturm bei den Uffizien zu groß, ist der Besuch der Kunstausstellung in dem bereits erwähnten Palazzo Pitti unter Umständen eine gute Alternative für dich. Dort geht es in der Regel etwas ruhiger zu, sodass du die dort ausgestellten Kunstwerke ohne viel Trubel genießen kannst und Warteschlangen am Eingang vermeidest.

Bei dem Palazzo Pitti handelt es sich um einen Renaissance-Palast. Ursprünglich wurde er ab dem Jahr 1458 für den Kaufmann Luca Pitti gebaut. Nach dem Kauf im Jahre 1550 wurde der Palazzo Pitti zur Residenz der Großherzöge der Toskana aus der Familie Medici.

Von außen wirkt das Gebäude wegen der grob behauenen Steinquader und der wenigen bis gar keinen Verzierungen sehr rustikal und eher weniger einladend. Hinter der Fassade des Palazzo Pitti verbirgt sich aber in der Galleria Palatina eine Sammlung von Gemälden der Familie Medici sowie unter anderem ein Kostüm- und Modemuseum und die ehemaligen herzoglichen Gemächer. In der Galleria Palatina erwarten dich etwa 500 Meisterwerke, auf die du einen Blick werfen kannst. Mit dabei sind zum Beispiel Tizians „Mann mit den grauen Augen“, Carravaggios „Schlafender Amor“ und Rubens „Die vier Philosophen“. Außerdem befindet sich dort auch die weltweit größte Sammlung von Gemälden von Raffael.

Kleiner Tipp: Es gibt Kombitickets, mit denen du beim Besuch der Uffizien, des Palazzo Pitti und der Boboli-Gärten hinter dem Palazzo Pitti sparst. Die Tickets sind für drei aufeinanderfolgende Tage gültig.

Der „David“ und andere Kunstwerke in der Galleria dell'Accademia

Ein weiteres bekanntes Kunstmuseum in Florenz ist die Galleria dell'Accademia oder auch kurz die Accademia – nicht zu verwechseln mit der Gallerie dell'Accademia in Venedig. Die 1563 gegründete Accademia war die erste Akademie für Malerei in Europa. Ins Leben gerufen wurde sie von Giorgio Vasari, Agnolo Bronzino und Bartolomeo Ammanati. Der damalige Schirmherr war Cosimo I. de Medici.

Die Galleria dell'Accademia beherbergt eine der bedeutendsten Kunstsammlungen in Florenz. Du siehst dort Gemälde bedeutender florentinischer Künstler aus dem 13. und 14., dem 15. sowie dem 16. Jahrhundert. Zudem werden dort Skulpturen ausgestellt. Seit 2001 gibt es auch eine Abteilung für Musikinstrumente mit Instrumenten aus den Privatsammlungen der toskanischen Großherzöge.

Die Hauptattraktion der Galleria dell'Accademia ist der „David“ von Michelangelo. Sein Original wurde bereits 1873 zu seinem Schutz in die Räume der Accademia verbracht. Vorher stand er auf dem Piazza della Signoria im Zentrum der historischen Altstadt. Dort steht anstelle des Originals eine Kopie des „Davids“, die du dir anschauen kannst, wenn du es nicht in die Galleria dell'Accademia schaffst.

Der Blick auf und in die Duomo-Kathedrale

In Florenz gibt es noch eine zweite Kopie des „David“. Die Bronzekopie findest du auf der anderen Seite des Arno neben weiteren Bronzekopien anderer Werke Michelangelos auf dem Piazzale Michelangelo. Zu Fuß läufst du von dem Piazza della Signoria auf dem kürzesten Weg gute zwanzig Minuten. Die Kopie des „David“ ist aber noch lange nicht alles, was dir der Piazzale Michelangelo zu bieten hat. Von dem im Jahre 1865 nach den Plänen des Architekten und Stadtplaners Giuseppe Poggi erbauten Platz hast du einen wunderschönen Panoramablick über die Stadt Florenz. Genießt du diese Aussicht, sticht ein Gebäude ganz besonders hervor – die Cattedrale di Santa Maria del Fiore.

Wissenswertes rund um den Dom von Florenz

Die Cattedrale di Santa Maria del Fiore wird auch nur Duomo oder Dom von Florenz genannt. Ihr Kirchenschiff fast etwa 30.000 Personen. Die gotische Kathedrale ist die Bischofskirche des Erzbistums Florenz. Nach dem Petersdom im Vatikan, dem St. Paul's Cathedral in London und dem Mailänder Dom ist sie hinsichtlich der Länge des Längsschiffes die viertgrößte Kirche in Europa. Der Duomo ist 153 Meter lang. In der Breite misst die Kathedrale 38 Meter bzw. 90 Meter beim Fundament der Kuppel. Letztere ist außen gute 114 Meter hoch und die größte steinerne Kuppel der Welt. Der zweithöchste Punkt der Kathedrale ist der freistehende Glockenturm mit knapp 85 Metern. Er beherbergt zwölf Glocken, von denen sieben das Hauptgeläut bilden.

Der Bau der Cattedrale di Santa Maria del Fiore begann im Jahr 1296 nach dem Entwurf des Architekten Arnolfo di Cambio. Später kamen noch weitere Baumeister hinzu. Der Glockenturm wurde zum Beispiel zum großen Teil nach den Plänen Giottos und die Kuppel nach dem Entwurf von Filippo Brunelleschi erbaut. 1379 wurde das Langhaus für den Gottesdienst in Gebrauch genommen. Nach der Fertigstellung der Kuppel weihte Papst Eugen IV. den Dom im Jahr 1436. Die einzigartige Domfassade aus dreifarbigem Marmor, wurde erst im späten 19. Jahrhundert angelegt.

Dein Besuch der Cattedrale di Santa Maria del Fiore

Im Inneren der Cattedrale di Santa Maria del Fiore erwartet dich unter anderem die Innenbemalung der Kuppel. Das Fresko von Giorgio Vasari und Federico Zuccari entstand in der Zeit von 1572 bis 1579 und nimmt eine Fläche von 4.000 Quadratmetern ein. Besichtigen kannst du auch die Krypta der Santa Reparata, der ursprünglichen Basilika. Du erreichst die Ausgrabungsstätte unter dem Dom von Florenz über eine Treppe auf der Südseite des Kirchenschiffes.

Besuchen kannst du auch die Kuppel, von der aus du einen tollen Blick auf die Stadt und das Umland genießt. Allerdings musst du dafür erst 463 Stufen bis zum Aussichtspunkt in 106 Metern Höhe erklimmen, einen Aufzug gibt es nicht. Ist dir die Schlange bei der Kuppel zu lang, bietet dir der Glockenturm eine Alternative mit einer ebenfalls guten Aussicht. Aber auch dort musst du zunächst 414 Stufen überwinden.

Bei deiner Besichtigungstour solltest du zudem das Baptisterium San Giovanni (die Taufkapelle) und das benachbarte Dommuseum nicht vergessen. Letzteres ist 6.000 Quadratmeter groß und beherbergt in 25 Räumen auf drei Etagen Meisterwerke von unter anderem Arnolfo, Michelangelo und Donatello. Mehr zu den Öffnungszeiten, Eintrittspreisen und Co. findest du hier. Es werden auch Führungen durch die Cattedrale di Santa Maria del Fiore und Co. angeboten.

Weitere das Stadtbild dominierende Bauwerke

Blickst du vom Piazzale Michelangelo auf die Stadt Florenz, sticht dir aber nicht die Duomo-Kathedrale ins Auge. Nicht zu übersehen sind auch der Palazzo Vecchio und die Basilika Santa Croce, denen du ebenfalls einen Besuch abstatten solltest.

Das Rathaus von Florenz – der Palazzo Vecchio

Den Palazzo Vecchio findest du im Südosten des Piazza della Signoria. Der 1314 fertiggestellte Palazzo hieß damals noch Palazzo della Signoria. Die Signoria war die Regierung der Republik und genau deren Abgeordneten diente das Gebäude zum Wohnen und als Ort für ihre Sitzungen. Der Palazzo della Vecchio ist wie ein Wehrturm mit Zinnen und kleinen Fenstern gebaut.

Der 94 Meter hohe Turm am Rand des Gebäudes wird auch Arnolfo-Turm genannt. Denn der Palazzo Vecchio wurde ebenfalls nach den Plänen von Arnolfo di Cambio errichtet. Nach der Machtübernahme der Medici wurde das Innere des Gebäudes umgebaut. Aus dieser Zeit stammen unter anderem die Goldverzierungen. Seit 1871 ist der Palazzo Vecchio Sitz der Stadtverwaltung von Florenz.

Du hast die Möglichkeit, die Räumlichkeiten des Palazzo Vecchios zu besichtigen. Besonders sehenswert sind der Innenhof mit seinen Fresken und der riesige Saal der Fünfhundert. Der Eintritt in das Museum Palazzo Vecchio kostet dich 10 Euro. Geöffnet hat das Museum donnerstags von 9.00 Uhr bis 14.00 Uhr. An allen anderen Tagen steht dir die Tür von 9.00 Uhr bis 19.00 Uhr (Oktober bis März) bzw. 9.00 Uhr bis 23.00 Uhr (April bis September) offen. Der Haupteingang befindet sich am Piazza della Signoria, der Nebeneingang in der Via dei Gondi. Bevor du dich umschauen kannst, musst du aber erst durch eine Sicherheitskontrolle mit einem Metalldetektor.

Auch den Turm kannst du besteigen. Das kostet dich ebenfalls 10 Euro. Besorgst du dir Eintrittskarten für den Turm und das Museum zusammen, sparst du etwas und zahlst für beides nur 14 Euro. Die Öffnungszeiten des Turms sind an Donnerstagen identisch mit denen des Museums. An den anderen Tagen schließt er jeweils zwei Stunden früher.

Die größte Franziskanerkirche Italiens – die Basilika Santa Croce

Die Basilika Santa Croce wurde ebenfalls nach dem Entwurf des Architekten Arnolfo di Cambio gebaut. Es gibt eine Legende, die besagt, dass Franz von Assisi den Grundstein im Jahr 1924 gelegt haben soll. Nach der Innenschrift soll die Grundsteinlegung aber erst am 3. Mai 1925 erfolgt sein.

Die Basilika Santa Croce ist nicht nur die größte, sondern auch eine der bedeutendsten Franziskanerkirchen in Italien. In ihr befinden sich die Grabstätten von unter anderem Michelangelo, Galileo Galilei, Gioachino Rossini und Niccolò Machiavelli. Bei einem Besuch der Kirche kannst du zudem viele wertvolle Kunstschätze aus dem 14. Jahrhundert entdecken.

Apropos Besuch, du findest die Basilika Santa Croce an dem Pizza di Santa Croce 16.

Besichtigst du die Basilika auf eigene Faust, nimmst du den Eingang auf der linken Seite des Gebäudes in der Straße Largo Piero Bargellini. Montag bis Samstag kannst du die Kirche in der Zeit zwischen 9.30 Uhr und 17.30 Uhr besichtigen, an Sonn- und Feiertagen zwischen 14.00 Uhr und 17.30 Uhr – sofern an Feiertagen nicht geschlossen ist. Der letzte Einlass ist jeweils um 17.00 Uhr. Mit deinem Ticket hast du nicht nur Zugang zu der Basilika, sondern unter anderem auch zu den Kreuzgängen, der Pazzi-Kapelle, dem Museum und dem Refektorium.

Was packe ich in meinen Koffer - Das Wetter in Venedig

Kalte Winter und ein nasser Herbst, dafür warme Sommermonate. Perfekt, für eine romantische Gondelfahrt! Der Juli gilt als wärmster Monat und beglückt dich mit durchschnittlich 9 Stunden Sonne am Tag.

Aufgrund der großen Niederschlagsmenge im Herbst, kommt es nicht selten zu Überschwemmungen. Plane deinen Trip also besser in den Sommermonaten ein und genieße die Leichtigkeit des Lebens!

Mehr Infos zum Wetter in Italien findest du hier.


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