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Venedig – romantische Gondelfahrten, Markusplatz und Co.

Wer von Venedig spricht, meint in der Regel das historische Venedig bzw. die Lagunenstadt. Und genau darum geht es auch in dem folgenden Text. In Wirklichkeit umfasst die Hauptstadt der Region Venetien aber ein weitaus größeres Gebiet. So gehören unter anderem auch die Stadtteile Mestre und Maghera auf dem Festland sowie verschiedene Inseln, wie zum Beispiel Murano, Burano und Lido di Venezia zu Venedig.

Das historische Stadtzentrum Venedigs entstand auf rund 120 sumpfigen Inseln. Es wurde auf Millionen von Holzpfählen errichtet. Geprägt wird das Stadtbild von etwa 175 Kanälen, die dich zu einer Bootsfahrt einladen und über die mehr als 400 Brücken führen, sowie zahlreiche Paläste, Kirchen, Plätze und enge Gassen.

Das historische Venedig ist in sechs Verwaltungsbezirke aufgeteilt, die sogenannten Sestieri. Das Touristenzentrum bildet San Marco, wo du den Dogenpalast bestaunen und auf dem Markusplatz wandeln kannst. San Marco befindet sich zusammen mit Cannaregio und Castello auf der östlichen bzw. nördlichen Seite des Canal Grande. Auf seiner anderen Seite befinden sich Dorsoduro, wo du zum Beispiel die Gallerie dell’Accademia besuchen kannst, Santa Croce und San Polo.

Wir haben für dich verschiedene Möglichkeiten zum Bootfahren in Venedig recherchiert. Zudem stellen wird dir den Dogenpalst und den Markusplatz einmal genauer vor.

Bootsfahrt über die Kanäle Venedigs

Autos gibt es in der Lagunenstadt Venedig keine. Neben deinen eigenen Füßen sind Boote das typische Verkehrsmittel Venedigs. Folgende Arten der Fortbewegung auf den Kanälen von Venedig haben für dich recherchiert:

Rundfahrt mit der Gondel – romantische Vergnügungsfahrt

Sie prägen nicht nur das typische Bild von Venedig, sondern sind auch als Touristenattraktion nicht wegzudenken – die venezianischen Gondeln. Die schwarzen Gondeln sind 10,85 Meter lang, 1,42 Meter breit, 400 bis 500 Kilogramm schwer und traditionell aus sieben verschiedenen Hölzern gebaut. Während die Gondeln früher das häufigste Transportmittel in Venedig waren, lassen sich heute überwiegend Touristen mit ihnen durch die Kanäle Venedigs gondeln. In eine Gondel passen bis zu sechs Personen. Bequemer und vor allem romantischer ist so eine Fahrt aber zu zweit.

Möchtest du eine Gondelfahrt in Venedig unternehmen, begibst du dich an eine der vielen Anlegestellen, die du bei einem Spaziergang durch Venedig gar nicht übersehen kannst. Teilweise kannst du auch an anderen Stellen, zum Beispiel an kleinen Brücken, eine freie Gondel bekommen.

Zu den Hauptzeiten kann es allerdings sein, dass du an den Anlagestellen Schlange stehen musst, bevor du eine freie Gondel ergatterst. Zudem kann es passieren, dass es in den engen Kanälen zu einem Stau kommt. Vormittags ist es in der Regel ruhiger. Das hat nicht nur den Vorteil, dass du einfacher eine freie Gondel findest. Darüber hinaus hast du auch bessere Chancen bei den Preisverhandlungen mit dem Gondoliere und die Kanäle sind nicht so überfüllt. Apropos Preis: Diesen solltest du immer vor dem Besteigen der Gondel bei dem Gondoliere erfragen und diesen gegebenenfalls noch herunterhandeln. Anhaltspunkte findest du hier.

Ein tolles Erlebnis ist auch eine romantische Gondel-Rundfahrt in der Nacht. Im Dunkeln wird der Bug der Gondel mit einer Kerze oder einer Laterne beleuchtet. Während du durch die Kanäle gefahren wirst, genießt du die besondere Atmosphäre und die Ruhe. Denn nachts ist dort wenig los. Bei der Entscheidung, ob du dir lieber tagsüber oder nachts eine Gondel mietest, solltest du bedenken, dass die Gondolieri in den Abendstunden und nachts einen Zuschlag verlangen.

Überquerung des Canal Grande mit einem Traghetto – Gondelfahrt zum Spartarif

Möchtest du den Canal Grande überqueren, hast du die Möglichkeit, eine der vier Brücken (Rialtobrücke, Scalzi-Brücke, Accademia-Brücke und Ponte della Costituzione) oder ein Traghetto zu nutzen. Traghetti sind ebenfalls Gondeln, die tagsüber als Fähren für Fußgänger dienen. Die Gondel-Fähren setzen an insgesamt acht Stellen über den Canal Grande. Auch Einheimische nutzen die Traghetti. Sie erkennst du in der Regel daran, dass sie während der Überfahrt stehen. Während die Touristen meistens am Rand der Gondel Platz nehmen.

Eine Fahrt mit einem Traghetto ermöglicht dir nicht nur die Überquerung des Canal Grande an Stellen, an denen sich keine Brücke befindet, sondern bietet dir auch eine günstige Alternative zu einer Gondel-Rundfahrt.

Die Fahrt dauert zwar nur wenige Minuten, du teilst dir die Gondel mit weiteren Personen und nimmst nicht auf einem gepolsterten Sessel Platz. Aber du bist zumindest mit einer Gondel in Venedig über den Canal Grande gefahren.

Mit dem Vaporetto entlang des Canal Grande – eine Fahrt im Wasserbus

Eine Fahrt entlang des Canal Grande kannst du auch mit einem Wasserbus unternehmen. Die Wasserbusse heißen Vaporetti und dienen in Venedig als öffentliche Verkehrsmittel. Generell kannst du im historischen Teil zwar auch alles zu Fuß erreichen. Für längere Strecken oder als Erholung für deine Füße ist eine Fahrt mit einem Vaporetto aber ganz praktisch. Zudem hast du die Möglichkeit, die am Wasser gelegenen Gebäude zu bewundern, während der Wasserbus langsam durch den Hauptkanal Venedigs schippert.

Betrieben werden die Wasserbusse von der Verkehrsgesellschaft ACTV. Es gibt verschiedene Linien, die nicht nur durch den Canal Grande, sondern auch zu den Inseln der Lagune, wie zum Beispiel Murano, führen. Die Fahrkarten kaufst du entweder an den Haltestellen der Vaporetti oder auch in Tabakgeschäften und Bars, an denen das Zeichen der ACTV angebracht ist. Abends schließen viele der Verkaufsstellen. Dann kannst du deine Fahrkarte alternativ auch direkt an Bord erwerben. Teile dies dann aber dem Bordpersonal unmittelbar vor Besteigen des Wasserbusses mit.

Motorboote in Venedig – Wassertaxi und Co.

Neben Gondeln, Traghetto und Vaporetto fahren in Venedig auch kleine Motorboote durch die Kanäle. Dazu gehören zum einen die Boote von Polizei, Feuerwehr, Ambulanz und Müllabfuhr. Zum anderen befinden sich auch viele Motorboote in privatem Besitz, dienen als Hotelboote oder als Wassertaxi. Mit Letzteren gelangst du schnell von A nach B und erreichst auch Ecken, die die großen Linienschiffe nicht erreichen – aber sie sind logischerweise auch teurer. Für Gepäck, Nachtfahrten und Co. werden zudem regelmäßig Aufschläge berechnet.

Generell erkennst du die Wassertaxen an ihren gelben Lizenzschildern. Es gibt verschiedene Gesellschaften, die Fahrten mit einem Wassertaxi anbieten. Ein Anbieter ist zum Beispiel das Consorzio Motoscafi Venezia. Möchtest du mit einem Wassertaxi vom Flughafen zu deinem Hotel gebracht werden, solltest du vorher eine Reservierung vornehmen. Dann brauchst du am Flughafen nur noch zu dem Schalter der Wassertaxen zu gehen und wirst dort bereits erwartet. Anderenfalls kann es dir passieren, dass gerade alle besetzt sind.

Besuch des gotischen Dogenpalastes

Neben dem vielen Wasser hat Venedig aber auch eine ganze Menge an Sehenswürdigkeiten zu bieten. Eine Sehenswürdigkeit, die du bei deinem Besuch in Venedig unbedingt gesehen haben solltest, ist der Dogenpalast. Er befindet sich am Markusplatz oder genauer gesagt an seiner Erweiterung zum Meer, der sogenannten Piazzetta San Marco.

Der Palazzo Ducale, so lautet seine italienische Bezeichnung, war über acht Jahrhunderte die Residenz des Staatsoberhauptes der Republik Venedig, dem sogenannten Dogen. Außerdem kamen der Rat und die Regierung der Stadt dort zusammen. Die Geschichte des Gebäudes reicht weit zurück. Die erste Residenz für einen Dogen an der Stelle des heutigen Dogenpalastes wurde im 9. Jahrhundert errichtet. Die heutige gotische Form des Dogenpalastes stammt aus dem 15. Jahrhundert. Nach mehreren Bränden im 15. und 16. Jahrhundert wurde er entsprechend des Originals wieder aufgebaut – zumindest weitgehend.

Rundgang durch den Dogenpalast

Der Besuchereingang des Palastes der Dogen befindet sich bei der Porta del Frumento (übersetzt bedeutet das Weizentor). Im Inneren des Dogenpalastes erwarten dich neben der beeindruckenden Architektur unter anderem auch bedeutende Kunstwerke, viel Stuck und Goldverzierungen. Bei einem Rundgang durch den Palast gelangst du relativ schnell in den Innenhof. Dort befindet sich die Garderobe, an der du Rucksäcke und Taschen, die größer als eine Handtasche sind, abgeben musst, bevor du dich in die oberen Räume begibst. Über eine Treppe gelangst du dann nach oben. Dort erhältst du Einblicke in den Arbeits- und Wohnbereich der Dogen sowie in die früheren Versammlungsräume.

Das Highlight ist der über 50 Meter lange „Sala del Maggior Consiglio“ mit über 1.300 Quadratmetern. Dieser Raum war damals vermutlich der größte Saal, der ohne Stützpfeiler auskam. Dort fanden die Wahlen der Dogen statt, zu deren Zweck sich die etwa 1.000 wahlberechtigten Adligen Venedigs versammelten. Eine Besonderheit ist auch das in dem Saal hängende Gemälde „Das Paradies“ von Jacopo Tintoretto. Bei diesem Gemälde handelt es sich um das ehemals größte der Welt. Es ist stolze 205 Quadratmeter groß. Heute soll es noch das zweitgrößte Ölgemälde der Welt sein.

Weiter geht es über die Seufzerbrücke. Diese verbindet den Dogenpalast mit dem benachbarten neuen Gefängnis. Nach der Besichtigung der dicken Gitter und schweren Eisentüren geht es zurück über die Brücke in Richtung Ausgang. Bevor du den Dogenpalast wieder verlässt, hast du noch die Möglichkeit, in einem kleinen Restaurant zu essen oder etwas zu trinken und dir ein Andenken in dem Buchladen zu kaufen.

Öffnungszeiten, Führungen und Co.

Geöffnet hat der Dogenpalast in der Zeit von Anfang April bis Ende Oktober täglich von 8.30 bis 19.00 Uhr, wobei du nur bis 18.00 Uhr hineingelassen wirst. Die restliche Zeit des Jahres schließt der Dogenpalast bereits um 17.30 Uhr. Der letzte Einlass ist dann um 16.30 Uhr. Damit du nicht lange an der Kasse anstehen musst, solltest du dir dein Ticket im Vorwege besorgen oder eine Führung buchen. Allerdings sparst du dir so nur das Anstehen an der Kasse, durch die Sicherheitskontrolle musst du trotzdem. Dafür musst du gegebenenfalls eine kleine Wartezeit einkalkulieren. Führungen werden zum einen auf der Webseite des Dogenpalastes angeboten. Dort findest du allerdings nur Führungen auf Italienisch, Englisch und Französisch. Es gibt aber auch Reiseveranstalter, die Führungen in deutscher Sprache anbieten. Bei der Führung durch die Geheimgänge des Dogenpalastes entdeckst du zum Beispiel die Bleikammer in der bereits Giacomo Casanova eingesessen hat.

Sehenswertes rund um den Markusplatz

Das touristische Zentrum Venedigs ist der Markusplatz. Auf diesem solltest du bei deinem Aufenthalt in Venedig zumindest einmal gestanden haben. Der Piazza San Marco ist der einzige Platz in Venedig, der als „Piazza“ bezeichnet wird. Der Grund dafür ist, dass der Markusplatz früher als einziger Platz Venedigs befestigt war. Die anderen Plätze in Venedig tragen den Beinamen „Campo“. Das bedeutet übersetzt Feld bzw. unbefestigter Platz. Der 175 Meter lange und bis zu 82 Meter breite Platz ist nicht nur der bekannteste Platz in Venedig, sondern auch einer der bekanntesten Stadtplätze der Welt. Napoleon gab dem Markusplatz sogar einst den Beinamen „schönster Festsaal Europas“.

Die Gebäude des Piazza San Marco

An der Nord-, West- und Südseite des Markusplatzes siehst du die Prokuratien. Dabei handelt es sich um ehemalige Verwaltungsgebäude der Republik. Heute sind dort unter anderem das Museo Correr und das Museo Archeologico Nazionale sowie zahlreiche kleine Läden und Cafés, wie zum Beispiel das berühmte venezianische Kaffeehaus Caffè Florian untergebracht.

An die nördlichen Prokuratien schließt der Uhrenturm – Torre dell'Orologio – an. Schaust du in Richtung Osten, siehst du den Markusdom – den du dir auch von innen nicht entgehen lassen solltest. Daneben befindet sich das Torhaus zum Dogenpalast (Porta della Carta), welches die Verbindung zwischen dem Markusdom und dem Dogenpalast auf der Piazzetta San Marco schafft. Gegenüberliegend befindet sich die Biblioteca Nazionale Marciana, welche die Piazzetta mit dem eigentlichen Markusplatz verbindet. An dieser Ecke des Markusplatzes steht auch der Glockenturm der Markuskirche (der Campanile), an dessen Fuße sich die Loggetta befindet.

Tipps für den Besuch des Markusplatzes

Abschließend haben wir noch ein paar nützliche Tipps für deinen Besuch des Markusplatzes:

  • Das Füttern von Tauben ist auf dem Markusplatz verboten, da deren Exkremente große Schäden anrichten. Solltest du dabei erwischt werden, droht dir ein Bußgeld zwischen 500 und 800 Euro.
  • Ebenso verboten ist das Sitzen, Liegen, Essen und Trinken auf dem Boden des Markusplatzes und auf den Stufen der Monumente.
  • Der Markusplatz ist einer der niedrigsten Orte Venedigs und liegt nur wenig über dem Meeresspiegel. Deshalb musst du besonders im Winter damit rechnen, dass der Markusplatz bei Hochwasser überflutet ist. Dann werden Stege für Fußgänger aufgebaut.
  • Die Cafés auf dem Markusplatz sind nicht gerade für günstige Preise berühmt. Sparen kannst du, indem du deinen Cappuccino und Co. im Stehen an der Bar konsumierst. Das ist in der Regel um einiges günstiger als im Sitzen an einem der Tische.

Was packe ich in meinen Koffer - Das Wetter in Florenz

Pack' die Badehose ein, denn auf der italienischen Halbinsel wird es in den Sommermonaten heiß. Im Juli und August kannst du eine ordentliche Portion Vitamin D3 tanken; Bis zu 10 Stunden scheint in diesen Monaten die Sonne, sodass du deinen Sommerurlaub in der Toskana in vollen Zügen genießen kannst.

Da in Florenz ein mediterranes Mittelmeerklima herrscht, wird es in den Wintermonaten sehr kalt. Plane deinen Urlaub also am besten mitte des Jahres.

Mehr Infos zum Wetter in Italien findest du hier.


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