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Wanderungen in der Toskana

Du unternimmst gerne Wanderungen in deinem Urlaub? In Italien bietet dir besonders die Toskana mit ihren grünen Hügel, Weinbergen, dichten Wäldern und vielen weiteren landschaftlichen Besonderheiten eine Vielzahl an Möglichkeiten für ausgedehnte Wanderungen über einen oder auch mehrere Tage sowie für kürzere Wanderungen und Spaziergänge. Wir stellen dir die verschiedenen Gebiete zum Wandern in der Toskana mit ihren speziellen Vorzügen vor. Zudem haben wir ein paar Tipps bezüglich der Planung deiner Wanderungen für dich. Erfahre zum Beispiel, wo du während deiner Pausen einkehren kannst, wenn du die landestypische Küche kennenlernen willst.

Verschiedene Wanderregionen der Toskana

Stellst du dir die Toskana vor, hast du wahrscheinlich folgendes Bild vor deinem geistigen Auge: eine malerische Landschaft mit sanften Hügel, dunkelgrünen Zypressen, malerischen Weinbergen, weiten Olivenhainen und mediterranen Bauernhäusern. Da liegst du gar nicht mal so verkehrt!

Dieses „klassische“ Landschaftsbild der Toskana ist aber noch lange nicht alles, was die Toskana dir für deine Wanderungen zu bieten hat.

Wir verraten dir, welche typischen Landschaftsbilder dich bei deinen Wanderungen in den schönsten Regionen der Toskana erwarten. Mach' dich mit sparwelt REISEN auf ins italienische Bilderbuchland.

 

Chianti – die „klassische“ Toskana

Das Chianti-Gebiet liegt im Zentrum der Toskana zwischen Florenz und Siena und entspricht genau dem soeben beschriebenem „klassischen“ Landschaftsbild der Toskana. Dort wanderst du durch eines der größten Weinanbaugebiete Europas, in dem der bekannte Chianti Wein hergestellt wird. Unterwegs triffst du auf kleine Dörfer mit Bauernhöfen zum Einkehren, Weinkellern, Burgen, alten Schlössern und Klöstern. Außerdem gibt es zahlreiche Enotheken, in denen du den edlen Rotwein kosten kannst.

Casentino – ein Gebirgstal mit viel Natur

Das Gebirgstal Casentino liegt in der toskanischen Provinz Arezzo. In dessen Bergen lädt dich einer der größten Wälder Italiens zum Wandern ein. Die Wälder liegen in dem Nationalpark Foreste Casentinesi. In dem Naturschutzgebiet leben zahlreiche einheimische Tiere, wie zum Beispiel Dachse, Wildschweine, Hirsche, Hasen, Marder und Wölfe. Zudem wachsen dort diverse einheimische Pflanzen und Bäume, wie unter anderem Linden, Eiben, Stechpalmen, Edelkastanien, Eschen, Orchideen, Pilze und Farne. Rund um die ausgebauten und gut ausgeschilderten Wanderwege des Casentinos erwartet dich eine ursprüngliche und wilde Natur. Neben den naturbelassenen Landschaften kannst du dort auch kleine Schlösser und Kirchen entdecken.

Elba – eine der Inseln der Toskana

Die Insel Elba ist nicht nur die drittgrößte Insel Italiens. Sie ist auch bekannt als beliebtes Ziel für Badeurlaube. Darüber hinaus bietet dir die Insel aber auch viele Möglichkeiten, für schöne Wanderungen – vor allem im wenig besiedelten Westteil der Insel wartet die wilde Natur auf dich. Besonders ist der Aufstieg auf den fast 1.020 Meter hohen Berg Monte Capanne, von dem aus du einen großartigen Ausblick genießt. Aber auch abseits des Berges findest du viele schöne Wanderwege auf der Insel Elba.

Dank des milden Klimas bekommst du auf deinen Wanderungen Palmen, Agaven, Orchideen und Lorbeeren sowie auch Kork- und Steineichen zu sehen. Im Frühjahr erwartet dich zudem eine farbenfrohe Blütenpracht, wenn die überwiegend stacheligen Sträucher erblühen.

Toskanischer Apennin – das Mittelgebirge der Toskana

Der Apennin ist ein Gebirgszug, der mit einer Länge von 1.500 Kilometern große Teile Italiens und San Marinos durchzieht. Auch in der Toskana verläuft der Apennin. Der Toskanische Apennin reicht von den Apuanischen Alpen im Nordwesten der Toskana bis zur umbrischen Grenze im Südosten. Die Höhe der Berge variiert zwischen 1.200 und 1.500 Metern.

Der Gebirgszug beschert dir auf seinen Wanderwegen tolle Panoramablicke. Du wanderst durch eine urtümliche Natur mit Wäldern sowie vielen Quellen und Bächen, in denen du während deiner Wanderungen deine Trinkvorräte auffüllen kannst. Die Vegetation erinnert in weiten Teilen an mitteleuropäische Gebirgslandschaften und ist weniger mediterran als in anderen Gebieten der Toskana.

Crete Senesi – die toskanische Wüste

Südlich des Chianti-Gebietes liegt die Crete Senesi. Deren eigentümliche, aber dennoch beeindruckende Landschaft unterscheidet sich deutlich von der übrigen Toskana.

Du wanderst dort durch eine recht karge und von Erosionen geprägte Landschaft mit fast baumlosen Hügeln, weiten Feldern, nur wenig Grün, verwitterten Gesteinsformationen und weißen nur wenige Meter hohe Hügel, die von schmalen Furchen durchzogen sind und keine Vegetation aufweisen. Bei Letzteren handelt sich um die sogenannten Biancane.

In der Crete Senesi liegt auch die Accona-Wüste. Die Deserto di Accona, wie sie die Italiener nennen, zählt zu den Badlands. Dort werden im Jahr nur 600 Millimeter Niederschlag gemessen.

Im Frühling, wenn die Sonne die Felder und Schafweiden der Crete Senesi noch nicht verbrannt hat, wanderst du durch eine etwas grünere Landschaft als im restlichen Jahr. Wegen der wenigen Bäume findest du im Sommer in der Crete Senesi kaum Schatten, sodass es sehr heiß zum Wandern werden kann. Im Herbst wird der beschriebene Kontrast zu der übrigen Toskana besonders sichtbar. Dann überwiegen die Farben Grau, Braun und Rot. Nach Regenfällen musst du dort während deiner Wanderungen auf sehr rutschige und klebrige Böden eingestellt sein.

Maremma – die Wanderregion für Ruhesuchende

In der Maremma erwartet dich eine sehr abwechslungsreiche Landschaft für deine Wanderungen – dichte Kastanienwälder, weite Ebenen, sanfte Hügel, Sümpfe, lange Sandstrände und Pinienwälder, die dir Schatten spenden. Das Gebiet liegt im südwestlichen Teil der Toskana. Es erstreckt sich entlang der Küste bis zum Monte Amiata im Hinterland. Da die Gegend sehr dünn besiedelt ist, findest du dort Ruhe auf deinen Wanderungen.

Am ruhigsten ist es im Parco Regionale della Maremma (früher Parco Naturale della Maremma). In diesem geschützten Naturpark steht kein einziges bewohntes Haus. Dafür triffst du dort auf typische Landschaftsformen der Maremma und auf Maremma-Pferde und -Rinder sowie diverse Wildtiere und Vögel. Im Frühling, Herbst und Winter kannst du den Park alleine entdecken. Wegen der Brandgefahr ist das im Sommer hingegen nicht erlaubt. Zu dieser Jahreszeit darfst du den Park nur im Rahmen von geführten Touren besuchen. Geführte Wanderungen werden in verschiedenen Schwierigkeitsgraden angeboten.

Apuanische Alpen – die Hochgebirgsregion der Toskana

Im Nordwesten der Toskana erheben sich die Apuanischen Alpen (italienisch Alpi Apuane) – mit den Alpen im eigentlichen Sinne haben Sie nichts zu tun. Das Gebiet liegt direkt an der Grenze zu Ligurien. Bist du ein Fan von Gebirgswanderungen, ist dieser Teil der Toskana der richtige für dich. Es erwarten dich bis zu 1.945 Meter hohe Berge. Allerdings solltest du bereits über Bergerfahrung verfügen. Das ist nicht nur für viele Wege durch die felsige Berglandschaft wichtig, sondern auch weil dort oft plötzlich Nebelfelder auftauchen.

Besonders ist die Aussicht auf das Meer, die du bei Wanderungen in den Apuanischen Alpen genießen kannst. Eine weitere Besonderheit siehst du bereits aus der Ferne. Was zunächst wie große Schneefelder aussieht, entpuppt sich aus der Nähe als strahlend weiße Marmorsteinbrüche. Im westlichen Teil der Apuanischen Alpen befindet sich sogar eines der größten Marmorvorkommen der Welt. Dort wird der Carrara-Marmor abgebaut.

Garfagnana – eine Gebirgslandschaft mit ausgedehnten Wäldern

Südlich der Apuanischen Alpen liegt die Gebirgslandschaft Garfagnana in der Provinz Lucca. Dieses Gebiet zählt zwar zu den regenreichsten Regionen der Toskana, gilt aber trotzdem als Paradies für Wanderer und erinnert ein bisschen an das fromme Allgäu.

Die Wanderwege in der Garfagnana verlaufen durch ausgedehnte Wälder mit Pinien, Edelkastanien und Eichen. Geprägt wird die Landschaft zudem durch grüne Wiesen, zahlreiche kleine Dörfer und den durch sie hindurchfließenden Serchio, dem drittgrößten Fluss der Toskana.Fühl dich eins mit der Natur und nimm dir einen Augenblick Zeit, dich am Flusse niederzusetzen. Woran denkst du gerade? Schwelge in Gedanken und sieh dir die vorbeiziehenden Wolken an.

 

Tipps für Wanderungen in der Toskana

Möchtest du eine Wanderung in der Toskana unternehmen, ist dies generell in allen Gebieten der Toskana möglich. Sowohl kurze Wanderungen, Tageswanderungen und mehrtägige Fernwanderungen kannst du auf eigene Faust unternehmen. Es gibt darüber hinaus aber auch unzählige Möglichkeiten, dich einer geführten Wanderung anzuschließen.

Die Wanderwege und -routen in der Toskana

Generell gilt, dass die Wanderwege und -routen in der Toskana nicht überall gut ausgeschildert sind. Besorge dir unter Umständen Wanderkarten bzw. Wanderführer aus dem Buchhandel, um deine Wanderungen zu planen. Teilweise bekommst du auch kostenloses Kartenmaterial, Wegbeschreibungen und hilfreiche Tipps in den Touristeninformationen vor Ort. Inspiration für kürzere Wanderungen in der Toskana findest du auch hier.

Hast du Lust auf eine mehrtägige Wanderung in der Toskana, bietet sich unter anderem der toskanische Abschnitt der Via Francigena an. Die Via Francigena startet bei der Kathedrale in Canterbury im Südosten Großbritanniens und führt dann über Frankreich und die Schweiz bis zum Petersdom nach Rom. Auf dem Teilabschnitt durch Italien führt sie auch mitten durch die Toskana. Eine weitere Möglichkeit für eine Fernwanderung in der Toskana bietet dir zum Beispiel auch der toskanische Teil auf dem Franziskusweg, der von Florenz nach Rom führt.

Zu tollen urbanen Spaziergängen in der Toskana laden dich unter anderem die Städte Florenz, Pisa, Carrara, Lucca und Siena ein. Dort gibt es viele kleine Gassen, Kirchen, historische Gebäude und Sehenswürdigkeiten zu entdecken.

Die Stärkung während oder nach deiner Wanderung

Bei deinen Wanderungen in der Toskana solltest du immer ausreichend Wasser dabei haben. Bei längeren Wanderungen gehört auch etwas Proviant für deine Stärkung während einer Pause in deinen Wanderrucksack.

Möchtest du dich statt mit deinem Butterbrot mit den landestypischen Gerichten stärken, solltest du dort einkehren, wo dir eine traditionelle Küche mit regionalen Produkten geboten wird. Dafür eignen sich am besten kleine Bauernhöfe und andere landwirtschaftliche Betriebe mit einem eigenen Restaurant. In der Toskana findest du eine Menge solcher Restaurants zum Einkehren.


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