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Marokkos Wüste hautnah: Eine unvergessliche Wüstensafari erleben

Wenn du auf deiner Marokko-Reise wirklich etwas erleben möchtest, was du noch deinen Enkeln erzählen kannst, dann solltest du unbedingt eine Wüstensafari unternehmen. Auf einem Kamel geht es durch die weite Sandlandschaft, während Stress und Hektik einfach von dir abfallen. Wir haben alle Informationen für dich zusammengetragen, die du über dieses einmalige Erlebnis wissen solltest.

  • Marokkos Wüste

Das sind die Wüstengebiete in Marokko

Es gibt in Marokko drei Wüstengebiete, in denen du eine Safari unternehmen kannst:

Erg Chebbi
Dieses Dünengebiet ist die richtige Wahl für dich, wenn du keine zu weite Anreise in Kauf nehmen möchtest. Erg Chebbi liegt ungefähr 40 Kilometer vom nächstgrößeren Ort Erfoud entfernt. Im nahegelegenen Mertiuga befinden sich viele Hotels, die in unmittelbarer Nähe der Dünen liegen. Das erspart dir 8-stündige Anreisen von Marrakesch aus. Allerdings berichten auch einige Reisende, dass ihnen durch die Nähe zur Stadt in Erg Chebbi das Wüstenfeeling verlorengeht. Du erlebst in diesem Wüstenabschnitt viele große, durch Wind geformte Dünenlandschaften.

Erg Chegaga
Dieses Wüstengebiet liegt etwas abgeschiedener, so dass du je nach Ausgangspunkt oft eine mehrstündige Anreise zum Startpunkt hast. Erg Chegaga ist mit 150km² die größte Wüste in Marokko. In ihr türmen sich 80 bis 100 Meter hohe Sanddünen. Du kannst diese Wüste am schnellsten mit einem Geländefahrzeug durchqueren oder auf einem Kamel in Begleitung eines Führers.

Wüste Agafay
Dieses Wüstengebiet ist ideal für alle Reisende, die nur wenig Zeit einplanen für ihre Wüstensafari. Es ist nur etwa 30 Kilometer von Marrakesch entfernt, allerdings darfst du hier keine beeindruckenden, wolkenkratzerhohen Dünen erwarten. Du brauchst in der Regel nur 7 Stunden, um es einmal zu durchqueren.

Wüstensafari mit dem Auto oder mit dem Kamel?

Du kannst die marokkanische Wüste auf zweierlei Wegen durchqueren. Entweder du setzt dich in eines der Quads, die mit dir in der Geschwindigkeit einer Achterbahn über die Dünen brettern oder du tauschst den Nervenkitzel gegen Entschleunigung und setzt dich auf ein Kamel, das mit einem halben PS durch die Wüste trottet. Einige Anbieter kombinieren auch beiden Varianten und fahren dich zunächst mit dem Quad zu einem festgelegten Punkt. Von da aus geht es weiter mit dem Kamel durch die Wüste. Am Abend wird dann meistens noch ein traditionelles Bühnenprogramm geboten und die Frauen lassen sich ihre Hände mit Henna bemalen.

Ein Beispiel: Das erlebst du während einer Wüstensafari auf dem Kamel

Die meisten Wüstensafaris orientieren sich an einem ähnlichen Ablauf und haben vergleichbare Leistungen inkludiert. Die Touren sind unterschiedlich lang, jedoch solltest du keine Wüstensafari unter 3 Tagen buchen, denn die Strecken sind in dieser Zeit kaum zu schaffen. Oft dauern die Touren sogar 10 Tage, um entspannt diesen Teil der Reise genießen zu können. Die ersten Tage sind für die Erkundung von Marrakesch und die Fahrt zur Wüste reserviert. Dort angekommen, geht es dann mit dem Kamel weiter. Kamelführer warten am vereinbarten Startpunkt und du kannst dein Gepäck in den Seitenkörben der Kamelsattel lagern. Es gibt eine kleine Einführung und Leckerlis (z.B. Orangenschalen) für die Kamele. Auf dem Kamel schaukelst du meditativ durch eine atemberaubende Wüstenlandschaft. Aufgrund der Hitze wird in der Regel nur zwei Stunden am Vormittag und zwei Stunden am Nachmittag. Die Nächste verbringst du entweder im Freien oder in einem der traditionellen Wüstencamps.

Ein Beispiel: Das erlebst du während einer Wüstensafari mit dem Quad

Eine Wüstensafari mit dem Quad dauert in der Regel nur wenige Stunden, so dass du dafür nicht mehr als einen Urlaubstag einplanen brauchst. Daneben werden aber auch kombinierte Quad-touren angeboten, bei denen du sowohl auf dem Quad als auch auf einem Kamel die Wüste durchquerst. Nach einer kleinen Einweisung geht es auch schon los und du steigst alleine auf dein Quad. Nach einer kurzen Probefahrt brichst du zusammen mit dem Guide und den anderen Teilnehmern der Wüstensafari auf, bis du ein Beduinendorf erreichst.

Was kostet eine Wüstensafari in Marokko?

Die Preise für organisierte Wüstentouren, die in der Regel ab Marrakesch starten, variieren je nach Anbieter, inkludierten Leistungen und Länge der Safari recht stark. Eine 2-Tages-Tour startet ab etwa 70,00 Euro, kann aber auch 200,00 Euro kosten. Für einen längeren Ausflug musst du also entsprechend mehr Geld einplanen. Buchst du beispielsweise eine 5-tägige Wüstensafari, kannst du dafür locker 1500,00 Euro einplanen. Entscheidend für den Preis ist auch die Größe der Gruppe. Je mehr Teilnehmer, desto geringer ist in der Regel auch der Preis.

Wo buche ich eine Wüstensafari?

Es gibt in Marokko etliche Anbieter, die Wüstensafaris entweder mit dem Quad oder mit dem Kamel durchführen. Vor Ort hast du keine Mühe, eine der vielen Anbieter ausfindig zu machen. Wenn du sie nicht findest, dann finden sie dich.

Was ist die beste Jahreszeit für eine Wüstensafari?

Marokko ist klimatisch für seine stark schwankenden Temperaturen zwischen Tag und Nacht bekannt. Die höchsten Temperaturen werden im Juni und im Juli erreicht, wo das Thermometer auf bis zu 37 Grad steigt. In der Nacht wiederum liegen die Mindestwerte bei angenehmen 20 bis 21 Grad. Die ideale Jahreszeit für eine Safari durch die marokkanische Wüste sind die Monate September, Oktober und November. Die Tageshöchstwerte liegen bei 28 Grad. In der Nacht kann es allerdings bis zu 11 Grad kalt werden, was du unbedingt in der Wahl deiner Kleidung berücksichtigen solltest

Tipps für deine Wüstensafari

Wer zum ersten Mal eine Wüstensafari unternimmt, weiß vermutlich gar nicht so recht, auf was er sich da eingelassen hat. Mit dem richtigen Equipment und folgenden Tipps wirst du dieses Abenteuer aber in vollen Zügen genießen können.

Die Kleidung
Viele Reisende unterliegen dem Irrglauben, dass in der Wüste am besten nur kurze Kleidung getragen werden sollte. Das ist allerdings nicht richtig. In den meisten Empfehlungen wirst du lesen, dass du am besten lange Baumwollkleidung trägst. Diese schützt dich am Tag vor der starken Sonneneinstrahlung und bietet dir in der Nacht Schutz vor der Kälte. Für die Nacht solltest du dir unbedingt einen warmen Fleece-Pullover und eine Jacke mitnehmen.

Ein Schlafsack
Wenn auf der Safari eine oder mehrere Übernachtungen eingeplant sind, dann musst du einen Schlafsack mitnehmen. Diesen kannst du bequem in den Seitentaschen des Kamels verstauen.

Kopfbedeckung
Das ist fast das wichtigste Equipment auf deiner Wüstensafari, denn allein 1 oder 2 Stunden in der prallen Sonne reichen aus, um an dem gefürchteten Sonnenstich zu erkranken. Du kannst entweder einen Sonnenhit tragen oder dir einen leichten Baumwollschal um den Kopf wickeln. Vielleicht hast du auch Gelegenheit, dir vor deiner Wüstensafari das traditionelle Pali-Tuch zu besorgen, dass in Marokko von den Einheimischen getragen wird.

Wasserflasche
Du kannst dir natürlich nicht 10 Liter Wasser ins Gepäck legen, aber ein Gefäß dabei zu haben ist wichtig. Nimm dir 1-2 Flaschen Wasser mit. Unterwegs wird es immer wieder Stopps geben, an denen du die Flasche wieder auffüllen kannst

Feste Schuhe
Wenn du mit dem Quad in der Wüste unterwegs bist, dann solltest du feste Schuhe tragen. Auf dem Kamel kannst du auch barfuß reiten, aber nimm dir trotzdem Schuhe mit. Du wirst ja sicher auch irgendwann mal von deinem Kamel absteigen und spätestens dann wird dich der heiße Wüstensand daran erinnern, warum dieser Punkt hier auf der Liste steht.

Reiseübelkeit
Von Marrakesch aus müssen bis zum Anfang der Wüste sehr hohe Berge passiert werden. Dabei fährt ein kleiner Bus in Schlangenlinien über Serpentinen. Vielen Reisegästen wird dabei übel und sie können die Fahrt nicht mehr genießen. Du kannst diesem Szenario ganz einfach vorbeugen, indem du dir Reisetabletten mitnimmst.

Wo kann ich unterwegs auf die Toilette gehen?

Du wirst es dir schon denken können: In der Wüste gibt es keine Toiletten. Hin und wieder kannst du Glück haben, dass du in einem der Wüstencamps eine Hocktoilette findest. Dabei handelt es sich um sehr schlichte Toilettenanlagen mit einem Loch im Boden, über dem sich die Frauen in der Hocke erleichtern können. Mitten in der Wüste musst du dir eine kleine Düne suchen.

Essen und Trinken während der Wüstensafari

Typischerweise gibt es als Verpflegung Salate und kleine Snacks. Auf große Mittagsgerichte musst du allerdings verzichten.

In der Wüste übernachten: Ist das gefährlich?

Du solltest natürlich niemals allein durch die Wüste laufen – das wäre viel zu gefährlich. Im Rahmen einer geführten Tour gilt eine Wüstensafari aber als sehr sicher. Die politische Lage ist ruhig, so dass du keine Angst haben musste, nachts überfallen zu werden. Wilde gefährliche Tiere wirst du in der Nacht nicht treffen. In Marokko leben in den Dünen die Cuviergazellen, vor denen du dich aber nicht zu fürchten brauchst. Die einzige Gefahrenquelle sind die Wüstenstürme in der marokkanischen Wüste. Sie können plötzlich auftreten und zur echten Gefahr werden, wenn du unter freiem Himmel schläfst. Die meisten Wüstenstürme gibt es im März und im April. Sie wehen mitunter ganze Dünen weg und wirken dabei wie eine Lawine, unter der man leicht begraben werden kann. Sicherer ist es daher, in einem Zelt zu übernachten. Wenn du trotzdem nicht auf den freien Sternenhimmel verzichten möchtest, dann lass dich von deinem Guide beraten und bleibe immer in der Nähe der anderen. Nachts in der Wüste kannst du schon nach ein paar Schritten die Orientierung verlieren. Wenn du dich an diese kleinen Vorsichtsmaßnahmen hältst, wird deiner Wüstensafari nichts mehr im Weg stehen.


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