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Reisebericht: Tirol, Österreich – Erholsamer Wanderurlaub in den Bergen

Autor: Wendelin Heisters

Eine meiner Lieblingsregionen für den Sommer- oder Herbsturlaub in Österreich ist das Stubaital in Tirol direkt bei Innsbruck gelegen. Warum? Hier kann ich sowohl einen wunderschönen Wanderurlaub in den Bergen im Stubaital erleben als auch das städtische Flair des nahe gelegenen Innsbrucks genießen.

Elferhütte mit Blick ins Stubaital
Elferhütte mit Blick ins Stubaital

Mit der Deutschen Bahn kann ich mit nur einem Umstieg in München gemütlich bis in das Zentrum Innsbrucks fahren. Eine Anreise nach Tirol per Flugzeug ist auch möglich. Der Flughafen liegt nur etwa fünf Kilometer von der Stadtmitte entfernt. Und weiter geht es mit der Straßenbahn, der Stubaitalbahn, von Innsbruck Hauptbahnhof ohne Umstieg nach Fulpmes im Stubaital.

Blick vom Elfer ins Stubaital
Blick vom Elfer ins Stubaital

Von hier aus lassen sich viele Ausflüge unternehmen. Ich liebe vor allem eine Wandertour vom Ort Neustift im Stubaital hoch auf den Elfer. Wer es gemütlicher mag, der nutzt die Panoramabahn Elfer. Sie bringt einen von 980 auf 1790 Meter Höhe. In unmittelbarer Nähe zur Bergstation der Panoramabahn starten regelmäßig Tandemflüge über das Stubaital. Ich bin immer wieder von dem Anblick der startenden Drachenflieger und Paragleiter und deren Flug fasziniert. Der etwa 30-minütige Aufstieg von hier aus zur Elferhütte auf 2080 Meter lohnt wegen des großartigen Blicks über das Tal bis zur Nordkette, dem südlichen Karwendelgebirge, bei Innsbruck.

Alpenlattich
Alpenlattich

Auf der Elferhütte genieße ich einen leckeren Apfelstrudel und Kakao oder ich sitze bei schönem Wetter draußen auf der Terrasse und lasse bei einem kühlen Almdudler die Seele baumeln. Vom Elfer aus führt ein weitverzweigtes Netz an Wanderwegen durch die wunderschöne Berglandschaft. Am Wegesrand wächst die typische Alpenflora mit Pyramidengünsel, Alpenglöckchen, blauem Enzian und Mehlprimeln. Besonders gefällt mir die rund einstündige Wanderung runter ins Pinnistal mit der Pinnisalm auf 1560 Meter. Wie gut schmeckt hier nach einem Abstieg eine Tasse Kaffee oder ein Teller Erbsensuppe.

Enzian
Enzian

Am Ende des Stubaitales befindet sich das Skigebiet Stubaier Gletscher, das größte Gletscherskigebiet Österreichs, welches sehr gut mit dem Bus erreichbar ist. Von etwa Oktober bis Anfang Juni kann man dort Skifahren. Ich bevorzuge jedoch das Wandern im Hochalpinen. Dafür geht es zuerst mit der Eisgratbahn Stubai, einer Gondelseilbahn, hoch bis zur Mittelstation Fernau auf 2300 Meter Höhe, direkt bei der Dresdner Hütte gelegen.

Dresdner Hütte
Dresdner Hütte

Von hier aus wandere ich in etwa zwei Stunden den Gletscherweg entlang einer Moräne bis zur Bergstation Eisgrat auf 2900 Metern. Der Weg bietet den atemberaubenden Blick auf schneebedeckte Berge und den Speichersee Fernau. Mein Highlight ist die Eisgrotte, ein 200 Meter langer Pfad direkt durch das Gletschereis. So intensiv habe ich einen Gletscher zuvor noch nie erlebt. An verschiedenen Stationen lernt man viel über Gletschermilch, -einschlüsse, -schliff, Grundmoränen sowie den Gletscherschutz.

Stubaier Alpen
Stubaier Alpen

Ich liebe es, im Stubaital die pure Natur zu genießen: Blumen, Kräuter, Gebirgsbäche, Bergwälder sowie die Heuwiesen mit ihren alten Heuschobern. Unterschiedlichste Tiere und Pflanzen leben hier von der Ebene im Tal bis ins Hochalpine mit dem Stubaier Gletscher. Hier habe ich im Gebirge schon oft Murmeltiere und Gämse entdeckt. Murmeltiere machen sich durch ihre charakteristischen Pfiffe bemerkbar. Mit etwas Geduld findet man das Ausschau haltende Murmeltier und kann ein tolles Foto schießen.

Murmeltier
Murmeltier

Zum Shoppen und Bummeln fahre ich nach Innsbruck, gerade wenn das Wetter fürs Wandern mal nicht so gut ist. Die Landeshauptstadt Tirols bietet viele Sehenswürdigkeiten, wie das Goldene Dachl in der Altstadt oder die kaiserliche Hofburg. Zwischendurch lohnt sich eine Pause in einem traditionellen Caféhaus, wie dem Sacher, natürlich bei einem Stück Sachertorte und einem großen Braunen. Ich kaufe sehr gerne auf der architektonisch wunderschönen Maria-Theresien-Straße mit der Annasäule ein. Die Shoppingmeile bietet unterschiedlichste Geschäfte und Einkaufszentren, wie das Kaufhaus Tyrol und die Rathausgalerien.

Ich empfehle in Innsbruck unbedingt die Fahrt mit der Nordkettenbahn. Ein Teil der Haltestellen sind von der international renommierten Architektin Zaha Hadid gestaltet, die mich in Form und Farbe an Alpengletscher erinnern. Mit der Nordkettenbahn erreicht man bequem von der Innenstadt Innsbrucks aus den Alpenzoo oder kann weiter bis in die hohen Alpen, die Nordkette, fahren.

Im Alpenzoo leben auf 750 Meter Höhe ausschließlich Tiere, die in den Alpen zu Hause sind. Das Wiederansiedeln von in Tirol bedrohten oder ausgestorbenen Arten wie Steinböcken, Waldrappen und Bartgeiern sind eine Besonderheit des Zoos. Ganz oben liegt auf 2269 Metern die Bergstation Hafelekar, Ausgangspunkt für ausgedehnte Wanderungen im Karwendelgebirge.

Gebirgsbach
Gebirgsbach

Ich besuche sehr gerne die olympische Skischanze auf dem Bergisel in Innsbruck, auch ein modernes und schönes Bauwerk der Architektin Zaha Hadid. Die Skischanze beherbergt eine Aussichtsplattform und ein Restaurant/Café mit raumhohen Glasfenstern mit einem grandiosen Blick über ganz Innsbruck bis zu den Alpen. Hier lohnt es sich, Mittag zu essen. Mein Lieblingsgericht sind Tiroler Gröst‘l, Bratkartoffeln mit Tafelspitz und Spiegelei.

Ich wünsche dir viel Spaß bei deinem Aufenthalt in Tirol.


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