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Hundeschlittentouren in Schweden: Reisen auf dem ältesten Fortbewegungsmittel der Welt

Die zauberhafte Natur Schwedens spricht fast hörbar die Einladung aus, sie mit allen Sinnen zu erkunden. Dies gelingt im Sommer am besten bei einer Fahrradtour oder einer Wanderung und im Winter auf einem Hundeschlitten. Mittlerweile haben sich zahlreiche Anbieter vor Ort darauf spezialisiert, solche Touren anzubieten oder zu vermitteln. Was früher noch ein Insidertipp für besonders risikofreudige Individualreisende war, ist heute touristisch voll erschlossen. Auf geht es ins Abenteuer: Auf einem Hundeschlitten durch Schweden.

  • Hundeschlitten

1. Für Anfänger: So läuft eine Hundeschlittentour ab

Während einer Hundeschlittentour sitzt du auf einem Schlitten, der meist von Huskys gezogen wird. Auf dem Schlitten sitzt du entweder allein (wenn du schon erfahrener bist) oder zu zweit. An jeden Schlitten werden vier bis sechs Hunde gebunden – den Schlitten lenkst du ganz allein. Begleitet wird jede organisierte Tour immer von einem Musher, einem erfahrenen Hundeschlittenführer. Hundeschlittentouren sind meist mehrtägig. Die einzelnen Etappen dauern nur etwa 4 bis 6 Stunden. Der Rest der Zeit wird in die Versorgung der Tiere und die Zubereitung der Mahlzeiten für die Gruppe investiert.

Lappland: Das Eldorado für Touren mit dem Hundeschlitten

Hundeschlittentouren werden großflächig im gesamten skandinavischen Raum angeboten. Eine besonders geeignete Region für den Hundeschlittensport ist Lappland. Dort sind die Winter besonders lang und schneereich und in der Nacht schillern die Polarlichter am schwedischen Himmel. Weite Strecken der Natur sind in Lappland noch unberührt. Es gibt hier verschiedene Möglichkeiten für eintägige oder mehrtägige Ausflüge mit dem Hundeschlitten.

Die Hüttenwanderung mit Huskeys durch das Tunturilappland
Für eine solche Wanderung solltest du dir unbedingt mehrere Tage Zeit nehmen. Die Reise beginnt auf einer der regionalen Huskeyfarmen, auf der du zunächst in die Kunst des Lenkens eingeführt wirst. Außerdem wird dir Zeit gegeben, die Hunde kennenzulernen, die dich für ein paar Tage intensiv begleiten werden. Kleine Urlaubergruppen werden von einem erfahrenen Hundeschlittenführer begleitet. Die Hüttenwanderung dauert je nach Anbieter und Tour etwa 5 bis 7 Tage. Sie führt dich durch eine naturbelassene Landschaft aus zugefrorenen Seen, Sümpfen und Wäldern. Die Nächte verbringst du jeweils in einer der urtümlichen Blockhütten des Landes, in denen du dich am offenen Feuer wieder aufwärmen kannst. Oft darfst du selbst mit anpacken, Holz hacken und für die Gruppe kochen. Du legst auf den Hundeschlitten bis zu 65 Kilometer pro Tag zurück. Einen Anbieter der Hüttenwanderung mit Hundeschlitten findest du hier: https://www.schulz-aktiv-reisen.de/Schweden-Von-Huette-zu-Huette-mit-Huskys_1464.html

Mit dem Hundeschlitten am Eismeer entlang
Das Eismeer in Schweden gehört zu den faszinierendsten Naturereignissen des Landes und den beeindruckendsten Gewässern der Welt. Es gibt wenig Möglichkeiten, diese Region zu erkunden. Eine davon ist eine Tour mit dem Hundeschlitten. Die besten Bedingungen dafür herrschen im März und im April. Die Tour führt dich über den Pasvik Trail mit einer Strecke von 320 Kilometern. In Pasvik selbst gibt es eine Huskyfarm, die der beste Ausgangspunkt für eine Hundeschlittentour am Eismeer ist. Die Teilnehmer werden sehr eng in die Arbeit mit den Hunden eingebunden. Sie sind für die Versorgung der Tiere verantwortlich und müssen sie nach jeder Etappe füttern.

2. Wichtige Fragen zu Hundeschlittentouren in Schweden

Wie lenkt man einen Hundeschlitten richtig?

Früher und teilweise sogar noch heute war der Hundeschlitten das wichtigste Fortbewegungsmittel. In Regionen, die im Winter nicht mit dem Auto befahren werden konnten, mussten sich die Menschen selbst helfen. Der Hundeschlitten gilt sogar als das älteste Fortbewegungsmittel der Welt. Du lenkst ihn, indem du dein Gewicht von links nach rechts verlagerst. Ganz vorne befindet sich ein Leithund, der auf die Anweisungen des Mushers reagiert. Das Tempo und die Strecke werden von den Schlittenhunden weitgehend selbst bestimmt. Bremsen kannst du über eine Fußbremse, die an jedem Schlitten befestigt ist.

Wer bietet Schlittenhundetouren an?

In ganz Schweden, aber vorrangig in der Region Lappland, gibt es Huskyfarmen, die organisierte Schlittenhundetouren anbieten. Die Angebote richten sich sowohl an Einsteiger, die noch nie auf einem Hundeschlitten gesessen haben als auch an Profis, die längst mit dem Virus Hundeschlittentour infiziert wurden. Einen der vielen Anbieter findest du hier: https://www.heyhusky.com/de/Hundeschlittentouren-Schweden

Sind Hundeschlittentouren nicht Tierquälerei?

Nein, nicht wenn sie von einem seriösen Anbieter durchgeführt werden. Für die Hundeschlittentouren werden spezielle Hunde ausgewählt, die Feuer im Blut haben und viel Auslauf brauchen. In den Farmen werden die Tiere liebevoll betreut und versorgt. Wer einmal auf einem Hundeschlitten gesessen hat weiß, wie stark der Bewegungsdrang der Tiere ist und dass sie kaum eine Pause durchgehen lassen. Da mehrere Tiere vor den Schlitten gespannt werden, können sie das Gewicht eines Menschen auch mühelos ziehen.
Wer kann an einer Hundeschlittentour teilnehmen?
Die gute Nachricht ist: An einer solchen Tour kann wirklich jeder teilnehmen, der körperlich einigermaßen fit und gesund ist. Die Gruppen werden klein gehalten und bestehen meist aus nicht mehr als 6 Personen. Wenn sechs Hundeschlitten hintereinander fahren, kommt das Gespannt auf eine Gesamtlänge von 150 Metern. In der Regel dürfen Kinder ab 14 Jahren mitkommen.

Was kostet eine Hundeschlittentour in Schweden?

Eine Hundeschlittentour ist nicht das günstigste Erlebnis, was du buchen kannst. Kleine Schnuppertouren werden schon für wenige hundert Euro angeboten. Mehrtägige Touren kosten mindestens 1000 Euro und gehen auch mal in den höheren vierstelligen Betrag. Die Haltung und die Zucht von Schlittenhunden ist entsprechend teuer.

Gibt es auch Einsteigertouren ohne Übernachtung?

Ja. Wenn du zunächst nur mal testen möchtest, wie es sich auf einem Hundeschlitten anfühlt, ohne gleich in ein mehrtägiges Abenteuer aufzubrechen, dann buchst du eine sogenannte passive Einsteigertour. Dabei sitzen zwei bis drei Teilnehmer auf einem Schlitten mit einem eigenen Hundeschlittenführer. Während einer solchen Einsteigertour brauchst du nicht viel mehr zu tun, als auf deinem Schlitten zu sitzen und die Fahrt zu genießen.

Hundeschlittentouren im Sommer: Eine ideale Alternative

Ja – auch das gibt es. Wenn dir der schwedische Winter einfach zu kalt ist, dann nimmst du einfach im Sommer an einer Husky-Tour teil. Du sitzt dabei nicht auf einem Schlitten, sondern auf einem Wagen oder einem anderen Gefährt, an dem sich Räder befinden. Eine solche Tour kann eine ideale Einstimmung für eine längere Hundeschlittentour im Winter sein.

3. Tipps für deine Hundeschlittentour durch Schweden

Kleidung
Der Winter in Lappland bringt schnell Minusgrade mit sich. Wenn du über mehrere Stunden auf dem Hundeschlitten sitzt und dir dabei noch der Fahrtwind um die Nase weht, reicht ein dünnes Mäntelchen nicht mehr aus. Für eine Hundeschlittentour durch Schweden solltest du dir spezielle Ski- oder Outdoorbekleidung im Fachhandel besorgen. Auch dicke, am besten mit Lammfell gefütterte Schneestiefel sind ein Muss. Einige Farmen haben Vertragspartner, die die passende Kleidung für eine Hundeschlittentour verkaufen.

Alkohol
Bei allen Anbietern gilt: Absolutes Alkoholverbot. Es gibt weder ein Gläschen Wein am Abend, noch ein Frühshoppen. Hunde und Kater verstehen sich eben einfach nicht.

Ausrüstung
Für die Zusammenstellung der Ausrüstung gilt: Nichts Überflüssiges mitnehmen. Alles, was du mitnimmst, muss in deinen Rucksack passen. Dazu gehört vor allem dicke, warme Kleidung.


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