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Urlaub auf der Sonnen- und Königsinsel Öland

Öland ist ein sonniges Fleckchen Erde, das für seine vielen Windmühlen bekannt ist. Hier machen sogar schwedische Familien in den Feriendörfern und auf den Campingplätzen Urlaub. Die Landschaft in Öland besteht aus langgestreckten Stränden, Meer und zuweilen kargen, aber romantischen Weiten. Nicht zuletzt ist die schwedische Insel bekannt aus dem Film „Sterne über Öland“ von Inga Lindström. Wer also einen ersten Eindruck von seinem Reiseziel bekommen möchte, der kann sich während eines gemütlichen Fernsehabends in die verzauberte Landschaft entführen lassen. Was du alles während deiner Reise auf Schwedens Sonneninsel erleben kannst, stellen wir dir gerne in unserem Magazinbeitrag vor.

  • Baum Öland

1. Was macht die Insel so anders?

Von Öland sagt man, dass die Insel „irgendwie anders“ ist, als die vielen anderen Inseln und Landschaften Schwedens. Öland ist ein kleines Paradies, von dem die Einwohner behaupten, dass die Kühe dort netter, die Bauern besser gelaunt, die Landschaft facettenreicher und die Bewohner freundlicher sind als anderswo. Das hat größtenteils mit der hohen Lebensqualität auf Öland zu tun. Die Umgebung wird geprägt von langen Stränden, Eisenzeitdörfern und Wikingergräbern, dichten grünen Wäldern, Steinbrüchen und Alvarflächen. Auch für Familien mit Kindern hat die Insel viel zu bieten. In vielen Museen sind Mitmachbereiche eingerichtet, es gibt spezielle Badeplätze für Kinder und Vergnügungsparks.

2. Über die Windmühlen auf Öland

Es gibt kaum ein Bild von Öland, auf dem nicht mindestens eine Windmühle zu sehen ist. Im 19. Jahrhundert gab es über 2000 Windmühlen auf der Insel, heute sind es immerhin noch 350. Durch die guten Windverhältnisse auf der Insel gehört der Wind seit jeher zu den wichtigsten Erwerbszweigen. Man machte ihn sich für die Landwirtschaft nutzbar. Die Nähe zur See führte dazu, dass einst fast jeder Anwohner auf seinem Hof eine Mühle hatte, um Energie zu gewinnen. Heute haben die meisten der Mühlen nur noch einen historischen Charakter. Zu den bekanntesten Mühlen gehören die Mühlen von Lerkaka. Es handelt sich dabei um eine ganze Reihe von Windmühlen, die entlang des gesamten Dorfes aufgereiht sind. Die Besonderheit liegt in ihrem sehr guten Erhaltungszustand. Daher gehören die Windmühlen von Lerkaka zu den Wahrzeichen der Insel.

Öland bietet eine einzigartige Naturlandschaft

Wer wissen möchte, was Öland so besonders macht, sollte sich auf einen Hügel stellen und die Blicke über die Landschaft schweifen lassen. Aus der Vogelperspektive breitet sich ein Mosaik verschiedener Landschaftsformen aus, die sich aus Laubwäldern, Strände und Strandwiesen sowie Wildblumenfeldern zusammensetzen. Insgesamt beherbergt die Insel 75 Naturreservate. Landschaftliche Faszination lösen die sogenannten Scheuerwanderungen aus. Dabei handelt es sich um kleine, oberflächliche Felsbrüche, die vermutlich durch Pferde oder Ochsen entstanden sind, die in den Scheuermühlen angebunden im Kreis laufen mussten.

Die Gräberfelder am Straßenrand

Wenn du mit dem Fahrrad oder mit dem Auto über Öland fährst, dann werden dir vielerorts ovale, schiffsförmige Steinfelder begegnen. Dabei handelt es sich um Gräberfelder, die noch aus der Eisenzeit stammen. In dieser Zeit bestatteten die ersten Einwohner Ölands ihre Verstorbenen in Steinsärgen, für die sie Grabhügel anlegten. Diese Grabhügel sehen von außen durch ihre ovale Form wie Schiffe aus, weswegen sie den Namen Schiffssetzungen erhalten haben. Zu den größten Steinfeldern gehört das Gräberfeld in Stora Alvaret im Süden der Insel. Auf dem Feld sind über 250 große Gettlinge, als aufgerichtete Steine aufgestellt.

Die Anreise: So kommst du auf die Insel

Öland hat gleich drei eigene Flughäfen. Der Kalmaröland Airport wird mehrmals täglich von der Fluglinie 402 von Stockholm aus angeflogen und befindet sich etwa 5 Kilometer außerhalb des Zentrums von Kalmarer. Ein weiterer Flughafen befindet sich in Byxelkrok und in Mellanlanda. Du hast auch die Möglichkeit, von Stockholm aus mit dem Bus auf die Insel zu kommen. Von Kalmar aus führt eine sechs Kilometer lange Brücke nach Öland, die auch mit dem eigenen Auto befahren werden kann. Die Ölandbrücke ist Schwedens längste Brücke. Daneben verkehrt zwischen April und Oktober auch eine Fähre, die über 140 Passagiere transportieren kann. Schlussendlich gibt es sogar eine Zugverbindung. Die schwedische Eisenbahn fährt die Strecke von Göteborg über Malmö und Stockholm bis nach Kalmar auch täglich.

Das Wetter auf Öland und die beste Reisezeit

Öland ist der sonnenreichste Ort in Schweden, daher trägt sie auch den würdevollen Namen Sonnen- oder Königsinsel. Die schwedische Königsfamilie verbringt an diesem Ort die Sommerzeit. Die beste Zeit liegt zwischen Mai und September, in der es warm aber nie unangenehm heiß auf Öland wird. Allerdings verzaubert die Landschaft auch im Winter und lädt zu ausgedehnten Spaziergängen ein, nach denen du dich mit einem Grog in der Hand vor dem Kaminfeuer wieder aufwärmst.

Erholung und Erleben: Aktivurlaub auf Öland

Die flache schmale Insel Öland bietet für alle Aktivurlauber Möglichkeiten, sich neuen Herausforderungen zu stellen. Was du als Aktivurlauber auf der Insel Öland unbedingt erleben solltest, haben wir für dich exklusiv zusammengestellt:

Perfekte Windverhältnisse für den Wassersport auf Öland
Während die Winde früher von Windmühlen eingefangen wurden, bieten sie heute perfekte Voraussetzungen für den Wassersport. Öland ist zu einem Zentrum für das Windsurfen und Kitesurfen geworden. Wenn südliche Winde die Insel erreichen, dann werden sie durch den sogenannten Venturi-Effekt zusätzlich verstärkt, wenn sie durch den Kalmarsund gepresst werden. Als echtes Paradies für Surfer und Wassersportler gilt die Küste vor Kalmar. Hier hast du fast das ganze Jahr die Gewissheit, das ausreichend Winde wehen, um beim Surfen oder Kitesurfen die Insel von der Wasserseite aus zu erkunden.

Fahrradfahren auf Öland
Die flachen, steinigen Straßen auf Öland sind wie geschaffen für Fahrradtouristen, die die Insel auf zwei Rädern entdecken wollen. Das Fahrradwegenetz ist auf Öland hervorragend ausgebaut und alle Fahrradwege markiert. Der bekannteste Radweg ist der 450 Kilometer lange Ölandsleden, der dich über die gesamte Insel führt. Du kannst ohne Mühe eine mehrtägige Tour planen und dabei alle Facetten der Landschaft hautnah ansehen. Wer nicht so viel Zeit oder Kondition aufwenden möchte, kann den Ekopark-Radweg befahren. Dieser ist nur 40 Kilometer lang, aber führt dich ebenfalls durch ein sehr abwechslungsreiches Landschaftsgebiet. Eine Übersicht über die Strecken und Radwege auf Öland bekommst du hier: https://cyklapaoland.se

Wandern auf Öland
Wandern gehört zu den beliebtesten Freizeitaktivitäten der Einheimischen auf Öland. Kein Wunder, denn die Landschaft ist zu jeder Jahreszeit reizvoll und einladend. Die Inselwebseite präsentiert dir 11 tolle Wanderwege, die du je nach Kondition und Zeit ablaufen kannst. Insgesamt befinden sich 140 Kilometer Wanderwege auf der Insel, die sich hauptsächlich im südlichen Teil Ölands befinden. Wer einfach ein bisschen wandern möchte, der findet auf dem Örnkullern-Wanderweg eine gemütliche Strecke. Der Weg ist 5,5 Kilometer lang. Du hast von diesem Höhenzug aus vor allem einen fantastischen Blick auf die Landschaft, die in dieser Gegend aus weiten Feldern, kleinen Steinhäusern und Resten von historischen Lagerstätten besteht.

EUrlaub für die ganze Familie auf Öland

Die landschaftliche Kargheit erweckt den Eindruck, dass auf Öland vorrangig Menschen Urlaub machen, die in der Ruhe und Beschaulichkeit eine meditative Auszeit suchen. Gleichzeitig ist Öland aber auch ein Paradies für Familien.

1. Die Eketorp-Festung
Bei dieser Festung handelt es sich um eine Fluchtburg, die vollkommen frei in der Landschaft steht. Die Mauern und Häuser dieser Festung sind zwar nicht mehr original, sie wurden aber originalgetreu an genau der Stelle wieder aufgebaut, an der sie einst gestanden haben. Vor allem für Kinder werden in der Eketorp-Festung zahlreiche Aktivitäten initiiert. Kinder können in der Burg herumtoben, sich die Festungen ansehen und sich im Schmieden und im Lanzenkampf versuchen. Eketorps Borg soll kein verstaubtes Museum sein, sondern ein Ort zum Staunen und Mitmachen. Auch die Erwachsenen können sich am mittelalterlichen Burgleben beteiligen und Bogenschießen, Königsreiten, mittelalterliche Spiele und Brot backen mitmachen. Achtung: Die Burg hat nur im Sommer zwischen Ende Juni und Mitte August geöffnet. Die genauen Öffnungszeiten liest du hier nach: https://www.eketorp.se/

2. Ölands Tier- und Vergnügungspark
Dieser Park in Färjestaden beherbergt über 1650 Tiere aus der ganzen Welt. Ein Schwerpunkt des Parks sind globale Erhaltungsprojekte, die von Einheimischen Schul- und Projektklassen begleitet werden. Für Kinder wurde in dem Tier- und Vergnügungspark ein großer Wasserbereich mit Piratenabenteuern aufgebaut, der eine Fläche von 15.000qm hat. Kinder können sich in rasante Karussells setzen oder im Dinopark lebensechte Dinosaurier bestaunen. Es gibt außerdem einen Spielpark und wechselnde Ausstellungen.

3. Schloss Borgholm
Von dem einst prunkvollen Schloss ist heute nur noch eine Ruine übrig, die allerdings ihren Ruf als „schönste Ruine des Nordens“ würdevoll verteidigt. Du siehst hier 900 Jahre schwedische Geschichte vor dir. Allerdings brauchst du nicht wie angewurzelt vor der Ruine stehenzubleiben, sondern kannst die Geschichte – zusammen mit deinen Kindern – erleben. Die Schlossruine ist als lebendiges Museum gestaltet mit zahlreichen Aktivitäten für Kinder. Du lernst dort, mit Pfeil und Bogen zu schießen, kannst dein eigenes Ritterschild gestalten, Brot backen, Kerzen basteln oder auf dem niedlichen Schlosspferd Rulle eine Runde reiten. Kinder zwischen 4 und 12 können an einer Ritterschule teilnehmen und sich im Anschluss zum Ritter schlagen lassen.


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