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Wandern und Radfahren in Schweden: Natur hautnah erleben

Schweden ist mit seinen farbenfrohen Landschaften, dem gut ausgebauten Radwegenetz und dem milden Klima wie geschaffen für eine Radreise. Das Land ist extrem fahrradfreundlich und die Strecken hervorragend gekennzeichnet. Auch für Wanderer bieten sich sehr gute Voraussetzungen, um Schweden in all seinen Facetten kennenzulernen. Tipps zu deinem Rad- und Wanderurlaub in Schweden liest du hier.

Schweden per Rad erkunden

Es spielt in Schweden keine Rolle, ob du nach 10 Jahren zum ersten Mal wieder auf einem Drahtesel sitzt oder passionierter Radsportler bist. Stell dich darauf ein, dass die Landschaft um dich herum manchmal aufgrund ihrer Schönheit fast surreal wie aus dem Bilderbuch wirkt. Kein Schwede wird hupend hinter dir herfahren, weil du ihm zu langsam bist oder er einfach keine Radfahrer mag. Das Land ist (Fahrrad)freundlich und Urlauber sind – in Wanderstiefeln oder auf dem Fahrrad dort immer herzlich willkommen.

Das Radwegenetz in Schweden

Du findest in Schweden drei verschiedene Arten von Radwegen vor. Bei der „Sverigeleden, der nationalen Schwedenroute, handelt es sich um ein Netzwerk verschiedener Routen, die dich durch ganz Schweden führen.

Die „regionala leder“ besteht aus 30 regionalen Radwanderwegen - unter anderem in Smålandsleden, Turiststråket und Sjuhäradsleden. Die Wege sind größtenteils asphaltiert und autofrei. Die „Lokala cykelturistleder“ umfasst lokale Radwege, die ideal von Tagesausflüglern befahren werden können.

3 Tipps für außergewöhnliche Radtouren in Schweden

Der Astrid-Lindgren-Pfad

Dieser Pfad ist so romantisch wie er sich anhört. Die Strecke ist 52 Kilometer lang und für einigermaßen geübte Radfahrer innerhalb von einem Tag gut zu bewältigen. Der Weg für eine Tagestour startet in Eksjö. Dort befindet sich auch ein Kerzengeschäft, in dem du selbst eine Kerze ziehen und sie als Souvenir später mit nach Hause nehmen kannst. Der gesamte Astrid-Lindgren-Weg ist 215 Kilometer lang und verläuft von Jönköping am Vätternsee bis nach Västervik an der Ostsee. Du fährst unter anderem durch Vimmerby, dem Geburtsort von Astrid Lindgren, in dem auch noch ihr Geburtshaus steht. Der Freizeitpark „Astrid Lindgrens Welt“ liegt ebenfalls auf deiner Strecke.

Schären-Hopping auf dem Archipelago Radweg

Die Schären sind ein typisch schwedisches Phänomen. Es handelt sich dabei um kleine Landerhebungen, die aus dem Wasser ragen. Der Archipelago-Radweg führt dich mitten durch den Schärengarten. Du überquerst mit deinem Fahrrad ein großes Netzwerk aus verschiedenen, durch Fähren miteinander verbundenen Wegen. Der Radweg führt dich über insgesamt 160 bis 190 Kilometer befestigte Straßen und bis zu 50 Kilometer Übergänge von einer Insel bis zur nächsten. Die Route ist kreisförmig angelegt. Besonders spannend ist der faszinierende Wechsel der Landschaftsbilder zwischen den einzelnen Inseln. Die Fährübergänge sind besonders gut geeignet, um regelmäßig Pausen einzulegen.

Radwandern im Göta-Kanal

Im Göta-Kanal gibt es nicht die eine Wanderroute, sondern verschiedene Tourenabschnitte auf Schwedens schönster Wasserstraße. Sie liegt etwa 100 Kilometer südlich von Stockholm und führt dich in die sehr reizvolle Provinz von Ostergötland. Der Götakanal verbindet auf 190 Kilometern Länge verschiedene Seen miteinander. Der Radweg ist in verschiedene Etappen unterteilt. Eine entspannte Etappe von 48 Kilometern Länge führt dich von Katerineholm nach Wreta. Du kommst vorbei am Schloss Ericsberg mit seiner idyllschen Gartenanlage und zahlreichen kleinen Badestellen. Etwas anspruchsvoller gestaltet sich die Etappe von Lingköping nach Finspång. Die Strecke ist 80 Kilometer lang, führt dich durch die berühmteste Schleuse und entlang der Ruinen des Nonnenklosters Vreta.

Mountainbike-Kraxeln in den Schwedischen Bergen

In Schweden gibt es sowohl flache Strecken und Wanderwege als auch bergige Landschaften, die wunderbar für Mountainbike-Touren geeignet sind. Für Ausflüge mit dem Mountainbike eignet sich das Wintersportgebiet Åre. Während die Pisten im Winter mit Schnee bedeckt sind, öffnet im Sommer der Åre-Bike-Park seine Toren. Es gibt hier Strecken mit ganz unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Du kannst dir vor Ort sogar Fahrräder leihen. Über das Jahr verteilt finden dort regelmäßig Veranstaltungen wie das Åre-Bike-Festival statt. Auch die schwedischen Meisterschaften im Downhill werden hier ausgetragen.

Tipps für deinen Fahrradurlaub in Schweden

  • Karten vom Radwegenetz
    In Vorbereitung auf deinen Fahrradurlaub in Schweden lässt du dir am besten über die Schwedische Fahrradgesellschaft detaillierte Karten in deutscher Sprache zuschicken. Über die folgende Seite kannst du Kontakt aufnehmen: http://www.svenska-cykelsallskapet.se/.
  • Keine Mitnahme von Fahrrädern im Zug
    Viele Jahre konnten Radtouristen ganz entspannt einige Strecken mit der nationalen schwedischen Eisenbahngesellschaft zurücklegen. Die Fahrräder durften im Zug mitgenommen werden. Das ist jetzt leider nicht mehr erlaubt. Die Fahrradtickets, die für die Mitnahme eines Rades gelöst werden mussten, sind nicht mehr erhältlich. Fahrräder dürfen nur noch demontiert in Einzelteilen in den Gepäckecken der Waggons untergebracht werden.
  • Vision NullUnter diesem Motto versucht die schwedische Regierung seit einigen Jahren, die Anzahl der Verkehrstoten auf Null zu reduzieren. Dafür werden große finanzielle Summen in den Ausbau der Straßen und Fahrradwege investiert. Auf Autobahnen, Motorradwegen und Landstraßen mit Mittelleitplanke ist das Radfahren – zugunsten deiner Sicherheit - komplett verboten. Dafür bieten dir Fernstraßen und Radwege optimale Bedingungen, um mit deinem Fahrrad sicher von A nach B zu kommen.
  • Sicherheitsvorschriften
    Es gibt für das Fahrradfahren strenge Sicherheitsvorschriften in Schweden. Jedes Fahrrad muss eine Klingel und eine Bremse haben sowie ein rotes Rücklicht hinten. Blinklicht darfst du nur mit einer Mindestfrequenz von 200/Minute einstellen. Hinten am Fahrrad muss sich ein roter Reflektor befinden, vorne ein weißer. Mit dem E-Bike darfst du maximal 25 Km/h fahren und für Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren besteht absolute Helmpflicht.

     

Ein Land wie zum Wandern gemacht

Wer in seinem Urlaub in Schweden noch ein Stück näher an der Natur dran sein möchte, der erkundet das Land auf zwei Beinen in Wanderstiefeln. Schweden gehört zu den landschaftlich abwechslungsreichsten, dafür aber nur dünn besiedelten Ländern. Es gibt zahlreiche Wanderwege- und Routen unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade in Schweden. Drei davon haben wir ausgewählt.

Kungsleden: Der Königsweg

Dieser Wanderweg mit 400 Kilometern Länge gehört zu den anspruchsvollen Routen durch Schweden. Der Königsweg führt direkt durch das schwedische Gebirge und zum Teil auch durch den Sarek Nationalpark. Du solltest dich auf die Strecke sehr gut vorbereiten und die empfohlene Ausrüstung mitnehmen. Dazu gehört unter anderem neben Treckingrucksack, Isomatte und Schlafsack ein Gaskocher und eine Stirnlampe. Wenn du den gesamten Weg laufen möchtest, dann brauchst du ca. 1 Monat, denn er ist in 28 Tagesetappen eingeteilt.

Der Norden Skånes

Auf 1186 Kilometern führt der Skåneleden dich durch die wildromantische Landschaft Schwedens. Er ist in fünf größere Abschnitte unterteilt. Besonders reizvoll ist der „Küste-zu-Küste“-Abschnitt, der von einer unberührten Naturlandschaft geprägt wird. Du wanderst sowohl an stillen Seen als auch an schroffen Felsformationen entlang. Auf dieser Strecke liegen außerdem acht kleine Rundwanderwege, die zum Teil nur 10 Kilometer lang und damit ideal für unerfahrene Wanderer sind.

Wandern durch die Wildnis von Sarek

Der Sarek Nationalpark ist der Inbegriff des Wanderns in Schweden. Er zeigt sich in einer ganz urtümlichen Weise als letzte Wildnis in Europa. Mit einer Größe von 1970 Quadratkilometern grenzt er an zwei weitere Nationalparks. Wichtig zu wissen: Wenn du den Nationalpark besuchen möchtest, solltest du sehr gute Ausrüstung mitnehmen und deine Tour vorher gut planen. Es gibt hier keine Übernachtungsmöglichkeiten und nur ein einziges Notfalltelefon.

Tipps zum Wandern in Schweden

  • Wanderschuhe
    Dir wird schnell auffallen, dass die Schweden andere Wanderschuhe tragen, als du sie vielleicht aus unserem Fachgeschäften in Deutschland kennst. Bei diesen Wanderschuhen sitzt der Schaft höher und der Fuß wird von einem Zellgummi eingeschlossen. Sie funktionieren nach dem Schalenprinzip, das Wasser wunderbar aus der Sohle leiten kann. Außerdem bieten dir diese Wanderschuhe eine höhere Stabilität.
  • Insektenschutz
    Wenn du im Sommer durch Schweden wanderst, dann sollte der Mückenschutz immer mitwandern. Insbesondere bei Wanderungen entlang der Schärenküste wirst du andernfalls unangenehme Begleiter bei dir haben.
  • Micropur-Tabletten
    Wenn du eine längere, mehrtägige Wanderung planst, kannst du nicht den Wasservorrat für mehrere Tage mitbringen. Das Wasser aus den schwedischen Wasserquellen ist aber nicht überall trinkbar. Du solltest daher unbedingt im Vorfeld Micropur-Tabletten kaufen, die das Wasser reinigen.
  • Allemansräten
    Hinter diesem Begriff steckt das für Wanderer sehr praktische Recht, überall in der Natur zu zelten – wohlgemerkt für eine Nacht. Das Jedermannsrecht regelt, dass jeder Wanderer in den Genuss der Früchte der Natur kommen und an ihnen partizipieren kann – unabhängig von den Besitzverhältnissen des Grund und Bodens. Das bedeutet theoretisch sogar, dass du dich einfach irgendwo in einen Vorgarten legen kannst. In der Praxis solltest du aber trotzdem respektvoll mit dem Privateigentum anderer umgehen.

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