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Bern – Altstadt, Bären, Einstein und mehr

Die Stadt Bern liegt in dem gleichnamigen Kanton Bern. Sie ist die Bundesstadt der Schweiz und damit quasi die Hauptstadt, die es in der Schweiz offiziell aber nicht gibt.

Die bereits 1191 gegründete Stadt an der Aare-Schlaufe ist in jedem Fall eine Reise wert. Du wirst aus dem Staunen nicht mehr herauskommen, zum Beispiel wenn du bei einer Shoppingtour in der Berner Altstadt durch die sechs Kilometer langen Arkaden flanierst.

Von uns erfährst du, welche Sehenswürdigkeiten du in der hübschen Altstadt von Bern auf keinen Fall verpassen solltest. Zudem verraten wir dir, was der Bär mit Bern zu tun hat und wo du in Bern lebende Bären sowie auch andere Tiere sehen kannst. Abschließend begibst du dich mit uns noch auf die Spuren Albert Einsteins, von denen es in Bern ebenfalls zahlreiche gibt.

Bewundere die Sehenswürdigkeiten in der historischen Altstadt Berns

In Bern gibt es viele Sehenswürdigkeiten, die du dir anschauen solltest. Viele davon findest du in der historischen Altstadt Berns. Diese gehört bereits seit 1983 zum UNESCO-Weltkulturerbe und wird zu großen Teilen von der Aare umflossen. Um die Altstadt näher kennen zu lernen, hast du die Möglichkeit, sie auf eigene Faust zu erkunden oder dich einer entsprechenden Führung anzuschließen, wie zum Beispiel dem UNESCO-Altstadtbummel. Egal, für welche Variante du dich entscheidest, wir stellen dir an dieser Stelle schon einmal ein paar der wichtigsten Sehenswürdigkeiten Berns vor.

Zeitglockenturm – Wahrzeichen der Stadt Bern

Eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt Bern und gleichzeitig auch ihr Wahrzeichen befindet sich im Zentrum der Altstadt von Bern. Es ist der Zeitglockenturm – oder auch der Zytglogge. Er wurde etwa 1220 fertiggestellt und diente damals als Wehrturm und erstes Westtor. Im Zuge von Erweiterungen des Stadtgebietes in den Jahren 1256 und 1344 rückte der Turm immer weiter in das Zentrum der damaligen Stadt Bern und verlor damit seine Wehrfunktion.

Noch heute kannst du die astronomische Kalenderuhr des Zeitglockenturms aus dem Jahr 1530 bewundern. Sie löste das alte Uhrwerk von 1405 ab. Die Turmuhr ist eine der ältesten der Schweiz. Sie hatte damals die Funktion der Hauptuhr der Stadt Bern. Von ihr aus wurden auch die Wegstunden, die du auf den Stundensteinen der Kantonsstraßen Berns lesen kannst, ermittelt.

Zudem hast du die Möglichkeit, dir das Figurenspiel des Zeitglockenturms anzuschauen. Das Spielwerk stammt ebenfalls aus dem Jahr 1530. Das Figurenspiel beginnt jeweils etwa drei Minuten vor dem Schlag zur vollen Stunde mit dem Krähen des Hahnes. Danach dreht der Bärenzug der Stadtwache seine Runden. Gleichzeitig schlägt der Narr mit seinen zwei Glöckchen zur vollen Stunde, obwohl es dafür eigentlich noch zu früh ist. Im Anschluss kräht der Hahn erneut. Zur vollen Stunden ertönen vier Schläge der Viertelstundenglocke vom Turm und du siehst, wie der Gott der Zeit Chronos seine Sanduhr dreht und als Zeichen für den Stundenschlag sein Zepter schwingt. Im gleichen Takt schlägt Hans von Thann die große Stundenglocke und Chronos zählt jeden Schlag mit, weshalb er jedes Mal seinen Mund öffnet. Zum Abschluss und als Zeichen für eine neue Stunde kräht der Hahn ein drittes Mal.

Möchtest du den Zeitglockenturm auch von innen besichtigen, musst du an einer Führung teilnehmen.

Bundeshaus – das Parlamentsgebäude der Schweiz

Nicht ganz so alt, aber trotzdem in der Altstadt Berns gelegen, ist das Bundeshaus. In dem Schweizer Parlamentsgebäude hat die Landesregierung ihren Sitz. Du kannst das Bundeshaus gar nicht übersehen. Das aus drei Teilen bestehende Gebäude weist eine Gesamtlänge von rund 300 Metern auf. Zuerst wurde in der Zeit zwischen 1852 und 1857 das Bundeshaus West errichtet. Später kam das Bundeshaus Ost hinzu. Dieses wurde 1884 fertiggestellt. Zuletzt wurde der mittige Gebäudeteil mit der Kuppel in den Jahren 1895 bis 1902 gebaut.

Die Fassade des Bundeshauses ist mit Berner Sandstein gestaltet. Dieses Material kannst du auch an vielen anderen Gebäuden der Altstadt entdecken. Mit einer kostenlosen Führung in der sessionsfreien Zeit entdeckst du das Parlamentsgebäude auch von innen. Dabei erfährst nicht nur vieles übe r den Parlamentsbetrieb, sondern auch einiges über die Geschichte des Bundeshauses.

Bundesplatz und Wasserspiel – ein beliebter Treffpunkt

Stehst du direkt vor dem Bundeshaus, befindest du dich auf dem Bundesplatz. Dieser Platz besteht bereits seit dem Jahr 1902. In den Jahren 2003 und 2004 wurde er neu gestaltet. Heute findest du dort ein etwa 60 mal 36 Meter großes mit Natursteinplatten belegtes Rechteck vor. Außerdem weist dir ein geschwungenes Lichtband den Weg vom angrenzenden Bärenplatz zum Haupteingang des Bundeshauses. Eine weitere Besonderheit ist das Wasserspiel mit seinen 26 Wasserfontänen, die für die Kantone der Schweiz stehen. Die Fontänen können bis zu vier Meter aufsteigen und im Dunkeln beleuchtet werden.

Auf dem Bundesplatz finden unter anderem Staatsempfänge, Sport- und Kulturveranstaltungen statt. Eine besondere Veranstaltung ist die Show Rendez-vous Bundesplatz.

Dieses Spektakel findet seit 2011 jährlich in der dunklen Jahreszeit für einen Zeitraum von wenigen Wochen statt. Falls du dich während dieser Zeit in Bern aufhältst, solltest du dir die Licht- und Tonshow nicht entgehen lassen. Jedes Jahr geht es um ein anderes Thema, wie zum Beispiel Zeitreise im Paradies oder der kleine Prinz. Passend dazu werden Bilder auf die Fassade des Bundeshauses projiziert.

Darüber hinaus gilt der Bundesplatz auch als beliebter Treffpunkt der Berner. Zweimal in der Woche findet dort ein Wochenmarkt statt. Auf dem „Märit“ bekommst du Obst, Gemüse und Blumen sowie Backwaren, Fleisch und Käse.

Weitere Sehenswürdigkeiten im historischen Zentrum der Stadt Bern

Neben der Zytglogge, dem Bundeshaus und dem Bundesplatz gibt es noch viele weitere Sehenswürdigkeiten, die du im historischen Zentrum der Stadt Bern bestaunen kannst. Dazu gehören unter anderem:

Besuche das Wappentier der Stadt Bern im BärenPark

Der Legende nach soll die Stadt nach dem ersten dort im Wald vom Gründer der Stadt, Herzog Berchtold V. von Zähringen, gejagten Tier benannt worden sein – einem Bären. Kein Wunder also, dass der Bär auch das Wappentier von Bern ist. Darüber hinaus hast du mitten in der Stadt Bern die Möglichkeit, lebende Bären zu besuchen.

Braunbären im BärenPark

Das Halten von Bären hat in Bern bereits seit 1513 Tradition. Der erste Bär wurde im Stadtgraben vor dem Käfigturm gehalten. Dieser Bärengraben wurde 1764 vor die Tore der Stadt verlegt. An der alten Stelle erinnert noch der Name des Platzes – Bärenplatz – an den früheren Bärengraben.

Seit 1857 werden die Bären an dem heutigen Standort am  Nydeggstalden gehalten. Früher lebten die Bären dort in zwei Gräben. Seit 2009 existiert der BärenPark des Tierparks Bern. Dort kannst du die Bären rund um die Uhr kostenlos besuchen. Sind sie nicht einfach zuckersüß? Bestimmt würdest du dir am liebsten einen mit nach Hause nehmen!

Die Bären leben dort an einem an der Aare gelegenen Hang gegenüber der Altstadt Berns. Um die Bären zu beobachten, kannst du einmal um das gesamte Areal spazieren. Ist dir der Hang zu Steil, benutzt du einfach den dortigen Schrägaufzug. Darüber hinaus hast du unter anderem die Möglichkeit, eine Führung durch den BärenPark zu buchen oder auch einen Tag mit einem Tierpfleger im Bärenpark zu verbringen und dabei einen Blick hinter die Kulissen zu werfen.

Noch mehr Tiere im Dählhölzli

Möchtest du dir noch mehr Tiere anschauen, besuche auch das Dählhölzli des Tierparks Bern. Dieser Teil des Tierparks ist ungefähr zur Hälfte ebenfalls frei zugänglich. Ohne Eintritt zu zahlen, kannst du unter anderem den Kinderzoo, die Flamingoanlage und das Luchsgehege anschauen. Möchtest du auch das Vivarium und weitere Tierarten, wie zum Beispiel Leoparden, Seehunde, Elche und Moschusochsen, besuchen, begibst du dich zum Eingang des Vivariums. Von dort aus betrittst du dann den Teil des Dählhölzli, für den du Eintritt zahlen musst.

Auch im Dählhölzli werden dir Führungen angeboten. Zudem hast du unter anderem die Möglichkeit, im Rahmen des Angebotes Tatort Tier dabei zu sein, wenn die Tiere des Zoos gefüttert werden.

Folge den Spuren Albert Einsteins

Beim BärenPark gibt es neben den Bären noch eine Attraktion – eine Parkbank. Jetzt fragst du dich bestimmt, was an einer Parkbank so besonders sein soll. Auf dieser Bank sitzt kein geringerer als Albert Einstein bzw. eine Skulptur von ihm. Die Parkbank lädt dich ein, dich dort neben Einstein zu setzen und ein Selfie von euch beiden zu schießen. Das kannst du dann auch gleich mit den Hashtags #ilovebern und #einsteinselfie bei Instagram teilen.

In Bern verbrachte der in Ulm geborene Einstein zwar nur sieben Jahre seines Lebens, aber in dieser Zeit veröffentlichte er dort im Jahr 1905 einige seiner wichtigsten Arbeiten, wie zum Beispiel die zur Relativitätstheorie. Auch heute kannst du in Bern noch auf den Spuren Einsteins wandeln. Begebe dich zum Beispiel auf den ausgeschilderten Einstein-Pfad mit rund 90 Stationen aus der Zeit Einsteins in Bern oder nehme an einer entsprechenden Führung teil. Eine beliebte Führung zum Thema Einstein ist unter anderem der Rundgang „Albert Einstein – sein Leben in Bern“.

Wir verraten dir an dieser Stelle unter anderem auf welchen drei weiteren Berner Parkbänken du ebenfalls auf eine Skulptur von Einstein triffst, um mit ihm ein Selfie machen zu können.

Weitere Einstein-Sitzbänke im Rosengarten und an noch zwei Orten

Im Rosengarten in Bern gibt es viel für dich zu sehen. Neben 223 Rosenarten und vielen weiteren Blumen und Pflanzen, erblickst du dort unter anderem auch einen herrlichen Seerosenteich und genießt einen tollen Blick auf die Altstadt Berns und die Aareschlaufe. Somit bietet dir der Rosengarten nicht nur Erholung und Entspannung in der Natur, sondern auch eine Reihe von Fotomotiven. Zudem hast du auch dort die Möglichkeit, ein ganz besonderes Erinnerungsfoto zu schießen. Du hast es bestimmst schon erraten – ein Selfie mit Albert Einstein. Denn eine weitere Parkbank mit einer Statue von Albert Einstein steht im Rosengarten.

Noch eine Einstein-Sitzbank findest du bei der Universität Bern (Große Schanze).

Seit 2009 finden an der Universität auch jährlich die Einstein Lectures statt. Diese Vortragsreihe widmet sich im Andenken an das Werk Albert Einsteins philosophischen, mathematischen, astronomischen und physikalischen Themen.

Der vierte Standort, an dem du auf einer Einstein-Sitzbank verweilen kannst, befindet sich vor dem Bernischen Historischen Museum. Teil des Museum ist auch das Einstein Museum. Dort erhältst du Einblicke in das Leben des Genies und lernst mehr über die Zeit, in der er lebte. Auf rund 1.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche warten etwa 550 Originalobjekte und Reproduktionen, 70 Filme und viele Animationen auf dich.

Kaffeepause im Einstein Kaffeehaus und Besuch des Albert Einstein Hauses

Brauchst du nach dem Besuch des Einstein Museums eine Kaffeepause, dann gönne dir diese doch zum Thema Einstein passend im Einstein Café & bel étage. Dieses befindet sich auf zwei Etagen in dem Einstein Haus Bern in der Kramgasse 49.

Nach deiner Kaffeepause kannst du dann auch noch gleich die Wohnung im zweiten Stock des Einstein Hauses und den Ausstellungsraum im dritten Stock besichtigen. Die Wohnung hatte Einstein 1903 bis 1905 gemietet. Dort lebte er zusammen mit seiner damaligen Frau Mileva und dem gemeinsamen Sohn Hans Albert. In dem Ausstellungsraum ein Stockwerk über der Wohnung hast du die Möglichkeit, anhand von Schautafel und einem 20-minütigen Video das Leben von Albert Einstein und sein Wirken nachzuvollziehen.


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