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Reisebericht Spanien: Die schönsten Spots für Deinen Spanien Urlaub

Autorin und Reisebloggerin Nicole Biarnes von Freibeuter-Reisen.org zeigt dir in ihrem Reisebericht die schönste Seite von Spanien.

Reisebloggerin Nicole BiarnesDamit Du bei Deiner Reise durch Spanien die schönsten Ecken und die besten Adressen nicht verpasst, verrate ich Dir, wo Du die leckersten Tapas essen kannst, wo Du die schönsten Strände und die einsamsten Buchten findest und was Du auf keinen Fall in Spanien verpassen solltest. Dann kannst Du Deine eigene Route ganz in Ruhe zusammenbasteln, je nachdem, was für Dich am wichtigsten ist. Denn ganz Spanien in einem einzigen Urlaub zu erkunden, wirst Du nicht schaffen. Außer Du hast mehrere Monate Urlaub. Wenn Du nur zwei oder drei Wochen Zeit hast, rate ich Dir allerdings eher weniger Orte einzuplanen und dafür lieber noch zwei oder drei Mal wiederzukommen!

  • Bild 2 Baskenland Kueste San Juan de Gaztelugatxe nicole biarnes
    Baskenland Küste

Wir fangen unsere Rundreise ganz im Norden Spaniens an, kurz hinter der französischen Grenze. Das Baskenland ist nämlich noch immer weitgehend frei von Touristenströmen, und das, obwohl San Sebastian schon wegen seiner guten Küche echt berühmt ist! Aber der Norden ist eben so ganz anders, als das „typische“ Spanien, das man von Postkartenbildern kennt. Am Atlantik ist die See rau, es gibt Ebbe und Flut und hohe Berge, fast wie in den Alpen. Die Klippen an dieser grünen Küste erinnern mich jedenfalls eher an Irland oder Schottland. Unbedingt ansehen solltest Du Dir die Kirche San Juan de Gaztelugatxe, die einsam ganz oben auf einem Felsen über dem Meer thront. In Bilbao musst Du natürlich das Guggenheim-Museum besuchen. Noch mehr als dieses faszinierende Gebäude haben mich persönlich aber die beiden Kunstwerke direkt vor dem Museum beeindruckt. Da gibt es auf der einen Seite „Puppy“, den niedlichen Hundewelpen aus Tausenden, bunten Blumen und auf der anderen Seite „Maman“, die Riesenspinne – ein echter Hingucker!

Baskenland Guggenheim

Den Basken eilt in Spanien der Ruf voraus, eher raubeinig und rustikal zu sein. Als ich vor Jahren einen Sommer lang zum Arbeiten in Bilbao war, habe ich dort supernette Menschen kennengelernt. Ich habe mich in ihrer Gesellschaft pudelwohl gefühlt und in den „sieben Straßen“, wie sie in Bilbao das kleine Zentrum der Altstadt nennen, mit ihnen bis zum Morgengrauen gefeiert.

Bardenas Reales Navarra

Im Herzen auch noch ziemlich baskisch ist Navarra, zumindest die ländlichere, nördliche Hälfte der Region, mit den Pyrenäen und den schönen Naturparks. Eine der beeindruckendsten Landschaften, die ich überhaupt jemals gesehen habe, sind die Bardenas Reales. Eine Halbwüste, die so unglaublich nach Mondoberfläche aussieht, dass man gar nicht anders kann, als laut juchzend  mit dem Jeep kreuz und quer durch die hügelige Landschaft zu düsen. Es sieht wirklich einmalig fantastisch aus und macht mega viel Spaß! Navarras Hauptstadt Pamplona ist natürlich die Stadt für alle Hemingway-Fans. Der große Schriftsteller kam regelmäßig hierher und feierte wohl auch San Fermín ausgiebig mit den Einheimischen. Bei dem großen Lauf der Stiere, der hier jedes Jahr im Juni stattfindet muss ich persönlich allerdings nicht unbedingt dabei sein. Statt mich ins Getümmel zu stürzen, würde ich lieber ein Weingut wie Otazu, die mystische Kapelle in Eunate oder das Märchenschloss in Olite besuchen.

Hoteltipp: Oben an einem Berghang, traumhaft gelegen ist das kleine Heredad Beragu Hotel in dem Dörfchen Gallipienzo Antiguo. Ein familiäres kleines Hotel mit wenigen Zimmern, alle liebevoll eingerichtet und eine wunderschöne Aussicht auf das Tal.

Anschrift des Hotels:
Heredad Beragu Hotel
Calle el Abrigo, 12
31493 Gallipienzo antiguo (Navarra)

Bild 5 Hotel Navarra Heredad Beragu Hotel Gallipienzo

Für unsere Rundreise nehme ich Dich nun mit in Richtung Süden, nach Toledo, in die alte Königsstadt. Toledo liegt ziemlich in der Mitte Spaniens. Diese Stadt war im Mittelalter ein bedeutendes Zentrum der Übersetzungen, der Lehre und des Wissens, denn hier lebten Juden, Araber und Christen jahrhundertelang friedlich zusammen. Von Toledo aus regierten auch die kastilischen Herrscher, bevor Madrid Hauptstadt wurde. Unbedingt probieren solltest Du das Marzipan, das dort angeblich von den Nonnen im Kloster San Clemente erfunden wurde. Heute ist die ganze Stadt mit kleinen Läden übersät, die Marzipan und andere Leckereien verkaufen.

 

  • Bild 6 toledo spanien nicole biarnes
    Toledo Spanien

 

In Andalusien gibt es wunderschöne, arabische Burgen und Paläste zu sehen. Ich liebe diese maurischen Bögen total, und kann mich gar nicht satt daran sehen. Wenn Du maurische Paläste sehen willst, aber keine Zeit hast, auf ein Ticket für die immer ausgebuchte Alhambra in Granada zu warten, dann versuche Dir die Alcázar in Sevilla, die Alcazaba in Málaga oder die Mezquita in Córdoba anzusehen! Wie in einem Märchen aus Tausendundeiner Nacht wandelst Du durch traumhaft schönen Hallen. Überall plätschert leise Wasser, irgendwo versteckt in einem Brunnen oder einem Rinnsal und es duftet nach Jasmin. Jedenfalls im Frühling.

Sevilla

Die besten Tapas überhaupt habe ich in Sevilla im Viertel Triana gegessen. Las Golondrinas ist eine dieser gemütlichen, alten Tapasbar mit bunten Kacheln an den Wänden und rustikalen Holzstühlen. Besonders die Chipirones, diese gebratenen kleinen Tintenfische, die sie dort servieren - mein Gott waren die lecker! Aber auch die anderen Tapas waren so gut, dass wir fast jeden Abend dort essen gegangen sind.

Anschrift der Tapasbar:
Las Golondrinas
Calle Antillano Campos, 26
41010 Sevilla  (Andalusien)

Sevilla Taps chipirones

In der Gegend von Almeria sieht die Landschaft teilweise so dermaßen aus, wie im Wilden Westen, das hier viele Cowboyfilme gedreht wurden und bis heute gedreht werden. Nicht weit von den Westernstädten, den Filmkulissen, die man übrigens auch besuchen kann, findest Du die schönsten Strände des Cabo de Gata. Der Naturpark ist zwar längst schon kein Geheimtipp mehr, aber mit seinen charmanten lost places und den einsamen Buchten immer noch eine der ruhigeren Gegenden Andalusiens.

 

  • Bild 9 Almeria cabo de gata nicole biarnes
    Almeria

 

Eines der allerbesten Olivenöle, die ich jemals probiert habe, ist das Gold der Wüste, Oro del Desierto, ein ökologisch biologisch hergestelltes Öl aus der Wüste bei Almeria. Wenn Du in der Nähe vorbeikommst, solltest Du unbedingt dort anhalten und wenigstens kurz das Öl probieren. Wenn ich auf meinem Reisen gutes Olivenöl finde, kaufe ich immer gleich mehrere Liter davon. Bei uns ist das ganz schnell aufgebraucht. Aber auch als Andenken ist ein Fläschchen Olivenöl doch perfekt, weil man es zusammen mit Freunden oder der Familie genießen kann und weil es nicht irgendwo im Regal steht und Staub ansammelt. Für Wein gilt das natürlich auch! Überhaupt sollte man viel mehr essbare oder trinkbare Souvenirs von seinen Reisen mitbringen, finde ich.

Hoteltipp: Almeria ist ein Teil Andalusiens, den die Kreuzfahrtschiffe bisher noch nicht erreicht haben. Im Hotel Cortijo el Sarmiento nahe bei Mojácar haben Yvonne und Carsten eine alte Finca renoviert und dort ein Hotel eingerichtet. Zum Frühstück gibt es frisch gepressten Saft der Orangen aus dem Garten!

Anschrift der Finca:
Cortijo el Sarmiento
Camino de Gatar, 2
04638 Mojácar, Almeria (Andalusien)

 

Cortijo Almeria Hotel

Von Andalusien geht es nun an der Küste entlang wieder Richtung Norden. In Valencia wurde  übrigens die Paella erfunden. Die Originalversion des Klassikers der spanischen Küche wird übrigens ohne Fisch und Muscheln, nur mit verschiedenen Fleischsorten zubereitet. Alles andere seien irgendwelche Reisgerichte – sagen die Valencianer. Tatsache ist, dass jede spanische Region, oft sogar jede Familie, ihr ganz eigenes Paella-Rezept kocht und diese „traditionellen“ Rezepte können wirklich sehr, sehr unterschiedlich sein. Wobei es die beste Paella natürlich immer zu Hause gibt :-). Unbestreitbar einzigartig ist aber die Stadt der Wissenschaften in Valencia, die Ciudad de las Artes y las Ciencias. Du kannst komplett kostenlos durch diese futuristisch anmutende Anlage spazieren. Nur wenn Du eines der Museen besichtigen willst, musst Du dort Eintritt zahlen.

 

Valencia

Nördlich von Valencia kommen wir zum Ebrodelta, das Spanien mit gutem Reis versorgt. Der wird hier nämlich auf großen Feldern angebaut. Im Frühjahr scheint die ganze Landschaft daher von Seen durchzogen zu sein, im Sommer hingegen wachsen die Reispflanzen auf den Feldern und verwandeln das Delta des Ebro in ein grünes Meer. Bei einer Radtour durch den Naturpark sind die Chancen hoch, rosa Flamingos irgendwo im Wasser stehen zu sehen.

 

Delta del Ebro Reis

Ein paar Kilometer vor der Küste, direkt im Meer, gibt es Muschelbänke. Eine davon ist das „Musclarium“, dort werden Austern und Miesmuscheln gezüchtet und auch serviert. Der Fischer hat uns am Hafen von Sant Carles de la Ràpita abgeholt und mit dem Boot zu seinem kleinen Inselchen gefahren. Dort angekommen haben wir mit einem Gläschen Wein in der Hand den Erklärungen des Fischers gelauscht, wie das mit der Aufzucht der Austern und Muscheln denn funktioniert. Und probieren durften wir diese frischen Meeresfrüchte natürlich auch.

Barcelona darf bei den Highlights einer Spanienreise natürlich nicht fehlen. Obwohl ich in den Sommermonaten eher einen Bogen um die Stadt machen würde. Aber die ungewöhnlichen Bauten des Architekten Antoni Gaudí sind einfach spektakulär. Gaudí war ein Visionär, der keine Angst hatte, seine doch recht schrillen und bunten Entwürfe einer noch ziemlich konservativen Gesellschaft zu präsentieren. Die Sagrada Familia ist mittlerweile zum Wahrzeichen Barcelonas geworden, doch es gibt noch viele andere modernistische Bauten, über die ganze Stadt verteilt, die mindestens genauso schön sind, wie die Werke Gaudís.

Barcelona Sagrada Familia

Statt Deine Zeit in Barcelona in einem dunklen Museum zu verbringen, empfehle ich Dir, die Stadt einfach zu Fuß durchstreifen und Dich auch ruhig mal in den mittelalterlichen Gassen zu verlaufen. Irgendwann kommst Du immer wieder auf eine der großen Straßen. Vielleicht findest Du dann auch die vier Säulen des Augustus-Tempels, die ältesten Spuren der römischen Siedlung Barcino. Obwohl ich seit Jahren hier lebe, verlaufe ich mich auch heute noch gern in der Altstadt, denn dabei entdecke ich immer wieder irgendetwas Neues.

Hoteltipp: Das kleine Hotel the5rooms von Yessica Delgado nahe der Plaça Urquinaona ist wirklich zentral gelegen und wunderbar gemütlich eingerichtet.

Anschrift des Hotels:
the5rooms
Carrer de Pau Claris, 72
08010 Barcelona  (Katalonien)

 

Cadaques

Das Dalí Dreieck nennen die Katalanen drei Orte an der Costa Brava, die wohl für immer mit dem berühmten Surrealisten verbunden sein werden. In seinem Geburtsort Figueres kannst Du das umgebaute Theater besuchen, in dem der egomanische Künstler Dalí noch zu Lebzeiten ein Museum für seine Werke eingerichtet hat. Den kleinen Fischerort Cadaques, früher ein Piratennest, machte Dalí in den siebziger Jahren zu einem Treffpunkt der Glamourwelt. Sein Wohnhaus in der benachbarten Bucht Portlligat wurde ebenfalls zum Museum umgebaut. In dem verschlafenen kleinen Nest Puból steht das Schloss, das Dalí seiner Muse und Ehefrau Gala geschenkt hat. Hierher zog sie sich zurück, wenn sie allein sein wollte. Da musste selbst der große Künstler schriftlich anfragen, ob er sie besuchen dürfte.

 

Costa Brava Cami de ronda

Den Camino de Santiago kennt vermutlich jeder in Deutschland. Viele sind den alten Pilgerweg nach Santiago de Compostela schon gelaufen. Aber mein Lieblingswanderweg führt an der Küste der Costa Brava entlang. Von Barcelona bis an die französische Grenze führen Trampelpfade in kleine versteckte Buchten, die man sonst nur mit dem Boot erreichen kann. Früher nutzten nur Dorfbewohner und Schmuggler diese Wege, um schneller von einer Bucht zur anderen zu gelangen. Ich laufe besonders im Herbst gern den einen oder anderen cami de ronda, kleine Abschnitte des Küstenwanderwegs, und springe zwischendrin einfach ins Meer, zum Abkühlen. Im September und Oktober ist das Wasser nämlich noch schön warm und dann habe ich die kleinen Buchten ganz für mich allein. Herrlich!

Du möchtest jetzt noch mehr über Spanien erfahren? Dann lese dir doch direkt unsere Reisetipps für Spanien durch.

Ich wünsche dir viel Spaß bei deiner Reise nach Spanien!


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