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Reisebericht: Südafrika – ein tierisch aufregendes Land voller Vielfalt und Abenteuer

Autor: Tim Ranke

An meine Reise nach Südafrika im November 2017 erinnere ich mich gern zurück. Nur 10 Tage haben gereicht, um mich in das Land, die Leute und das Lebensgefühl an der südlichsten Spitze Afrikas zu verlieben. Auch wenn diese Zeit längst nicht genügt, um das gesamte Land zu erkunden, haben diese Eindrücke gereicht, dass mich das Land bereits in Kürze wiedersehen wird. Südafrika überzeugt durch seine Vielfalt, das angenehme Klima und nicht zuletzt erschwingliche Kosten.

Das Klima – die richtige Wohlfühl-Temperatur selbst für empfindliche Reisende

Das mediterrane Klima auf der anderen Seite des Äquators besticht durch milde Wintermonate (max. 18°C) und angenehm warme Sommermonate (max. 27°C). Zumal sich Südafrika auf der Südhalbkugel befindet und die Jahreszeiten somit umgekehrt zu den uns gewohnten sind, lohnt sich eine Reise im düsteren deutschen Winter, wenn in Südafrika der Sommer so richtig Fahrt aufnimmt.

Das kulinarische Angebot – ein wahres Paradies für Feinschmecker

In besonderer Erinnerung ist mir das kulinarische Angebot geblieben. Fleischliebhaber mit höchsten Qualitätsansprüchen kommen in Südafrika definitiv auf ihre Kosten. Ein Rinderfilet mit 200g bekommt man in guten Restaurants bereits für umgerechnet etwa 10€. Qualitativ übertrumpft das südafrikanische Fleisch so manches Nobel-Restaurant in Deutschland in dem ein Vielfaches für vergleichbare Köstlichkeiten verlangt wird.

Aber auch Ernährungsbewusste müssen hier nicht verhungern. Auf dem Weg von Johannesburg in den Krüger Nationalpark haben ich zufällig eine Orangenplantage mit angeschlossenem Werksverkauf entdeckt. Einen Liter frischgepressten Orangensaft gab es dort schon für unter 2€. Die Sonne Afrikas sorgt dabei für eine Geschmacksexplosion ohne jeglichen Vergleich zu handelsüblichen (importierten) Orangen in Deutschland.

Plantage

Ganz besonders in Erinnerung geblieben ist mir zudem das besonders reichhaltige, frische und sehr gesunde Frühstück in all meinen Unterkünften. Von frisch zubereiteten Obstsalaten über aufregende Porridge-Variationen bis hin zu jeglichen Eiergerichten ist für jeden Geschmack etwas dabei.

Frühstück

Besonders fasziniert hat mich die Individualität eines jeden Gerichts, das von dem wahnsinnig freundlichen Personal auf Bestellung zubereitet wurde. Sonderwünsche wurden dabei gern entgegengenommen – ein Service, der hierzulande häufig nicht oder zumindest nur mit Stirnrunzeln erbracht wird. Außerhalb der Gästehäuser hatte ich das beste Frühstück im Café Vovo Telo, das mir neben seiner außerordentlichen Vielfalt an Speisen mit der Kaffeekunst und dem sogenannten „Coffee in a Cone“ in Erinnerung geblieben sind.

Kaffee

Kaffee

Eine weitere kulinarische Besonderheit bildet das lokale Weinangebot. Südafrika ist weltweit als eine DER Weinanbauregionen bekannt, was vor Ort kaum zu übersehen ist. Auf der Reise durch das Land sieht man überall malerische Weinhänge, die die Landschaft durchziehen. Insbesondere in der Region um Stellenbosch reiht sich Weingut an Weingut – eines prunkvoller als das nächste. Für Weinliebhaber bietet sich eine Weinverkostung an bei der man für einen kleinen Unkostenbeitrag (ca. 2-4€) sämtliche Tropfen des Hauses probieren darf.

Weingut

 

In manchen Weingütern entfällt die Gebühr sogar, wenn man im Anschluss den verkosteten Wein als Flasche um Mitnehmen erwirbt. Das ist aber ausdrücklich kein Muss, was sehr angenehm ist, da die Verkostung nicht einer unangenehmen Verkaufsveranstaltung gleicht.

Spätestens nach dem dritten oder vierten Besuch dieser Art fällt es ohnehin schwer die geschmacklichen Unterschiede der zahlreichen Weine auszumachen. Meine Empfehlung ist das Weingut von Antonij Rupert, da man hier die typische Kulisse eines traditionellen Weingutes bewundern und zugleich Weine aus jeglichen Preiskategorien verkosten kann. Eine vorherige Terminvereinbarung für die Verkostung ist jedoch dringend zu empfehlen.

Weingut

Die Flora und Fauna – ein tierisches Abenteuer für Jedermann

Wenn man Afrika hört, dann gehört die Tierwelt sicher zu einem der großen Highlights. So ging es auch mir, weshalb meine Reise mich über den internationalen Dreh- und Angelpunkt in Johannesburg direkt in den Krüger-Nationalpark führte. Die Fahrt vom Flughafen zum Nationalpark dauert mit dem Auto gut vier Stunden und verschafft einen ersten Eindruck von der beeindruckenden Landschaft. Nach dem langen Flug und der Autofahrt mit ungewohntem Linksverkehr empfiehlt es sich zunächst am Rande des Parks zu übernachten, um am nächsten Morgen direkt zur Parköffnung die Wildnis zu erkunden.

Der Nationalpark öffnet seine Tore je nach Jahreszeit zu unterschiedlichen Uhrzeiten. So fand ich mich pünktlich um 5:30 Uhr am Malelane Gate wartend auf das Öffnen der Tore zur Wildnis wieder. Dabei hat man die Wahl mit einer geführten Tour oder alternativ mit dem eigenen Mietwagen auf Erkundungstour zu gehen. Ich habe mich – vielleicht etwas blauäugig – dazu entschieden, mit dem kleinsten Auto, das die Autovermietung zu bieten hatte, auf Safari zu gehen. Um in den Park zu gelangen muss man zunächst einen Tageseintritt i.H.v. ca. 22€ pro Person bezahlen und die Parkregeln akzeptieren, die den Schutz der Tiere sicherstellen und illegales Wildern unterbinden sollen.

Krüger Nationalpark

Im Park angekommen überwiegt zunächst die Überwältigung über die unendlichen Weiten des Areals. Wenn man Pech hat, fährt man stundenlang über sowohl asphaltierte Straßen als auch holprige Trampelpfade ohne ein einziges wildes Tier zu sehen. Und dann steht plötzlich ein riesiges Nashorn vorm Auto und wartet auf sein Junges, das kurz darauf aus dem Dickicht am Straßenrand auftaucht.

Spätestens wenn eine Herde von Elefanten neben dem Kleinwagen steht und man völlig auf sich gestellt ist, überdenkt man die Entscheidung mit dem Kleinwagen die Reise angetreten zu haben. Auch die übrigen „Big Five“ lassen nicht lange auf sich warten – ein bisschen Glück gehört dabei immer dazu. Trotz all der Begeisterung darf man nicht die Zeit vergessen, denn spätestens um 18:30 Uhr schließt der Park und kein Auto darf sich mehr außerhalb der Camps aufhalten.

Krüger Nationalpark

Neben dem etwas abgelegenen Krüger Nationalpark gibt es zudem zahlreiche Game Reserves (Wildgehege) entlang der berühmten Garden Route von Port Elizabeth nach Mossel Bay (offiziell) bzw. Kapstadt (inoffiziell). Auch hier kann man auf Safari gehen und zahlreiche Tiere entdecken.

Wer nicht ganz so wagemutig, aber trotzdem tierlieb ist, sollte den Boulders Beach in Simon`s Town und die dort ansässigen Pinguine besuchen. In einem geschützten Gebiet halten sich diese dort auf, um ihre Eier zu legen und die Jungen für die Reise in die Antarktis vorzubereiten.

Pinguine

Der Eintritt für das Areal kostet circa 10€ pro Person und ist jeden Cent wert. Wer sich das Geld sparen möchte, kann oberhalb des abgesteckten Areals entlang wandern bis man zum Nachbarstrand gelangt an dem sich auch einzelne Pinguine aufhalten. Hier kann man ohne Absperrung einmalige Fotos mit den Tierchen machen. Der nötige Abstand sollte dabei aber stets gewahrt bleiben, um die Tiere nicht in ihrem natürlichen Verhalten zu beeinträchtigen. Weitere tierische Entdeckungen kann man auf einer Straußenfarm oder beim Schnorcheln mit Seerobben machen.

Pinguine

Insgesamt ist Südafrika definitiv eine Reise wert. Der Weg ist zwar recht weit, aber spätestens seitdem die Billig-Airlines den Boom um das Land erkannt haben, bekommt man Flüge schon zu absolut fairen Preisen. Die Kosten vor Ort sind erschwinglich und die Erinnerungen unbezahlbar.

Ich wünsche dir viel Spaß bei deinem Aufenthalt in Südafrika.

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