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Kappadokien – eine Landschaft, wie im Märchen

In Kappadokien angekommen, erwartet dich eine Landschaft, die so einzigartig ist, dass du noch nie zuvor etwas Vergleichbares gesehen haben wirst – es sei denn, du machst nicht das erste Mal Urlaub in Kappadokien. Die außergewöhnliche Mondlandschaft Kappadokiens mit ihren zahlreichen Höhlen ist durch ein Zusammenspiel zwischen Natur und Mensch entstanden. Vor mehreren Millionen Jahren wurde die Region durch Vulkanausbrüche mit dem sehr weichen Tuffstein überzogen. Wind und Wasser haben dann die unverwechselbare Landschaft hervorgebracht. Später hat der Mensch dann die Höhlen in den weichen Tuffstein gehauen.
Die Region Kappadokien liegt mitten im Herzen von Anatolien. Im Hinblick auf den genauen Grenzverlauf der Region sind sich die Historiker allerdings nicht ganz einig. Weitestgehende Einigkeit besteht dahingehend, dass die Städte Aksaray im Westen, Kayseri im Osten, Kırşehir im Norden und Niğde im Süden das Gebiet begrenzen. Weitere bekannte Orte innerhalb Kappadokiens sind Avanos, Göreme, Ürgüp und Nevşehir. Wir haben unter anderem für dich recherchiert, wo du in Kappadokien nicht mehr aus dem Staunen herauskommen wirst und welche märchenhaften Erlebnisse dort auf dich warten.

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1. Da wirst du staunen

In Kappadokien gibt es vieles zu bestaunen. Wir haben ein paar Vorschläge für dich, was besonders sehenswert ist:

Die Unterwelt von Kappadokien: Unterirdische Höhlenstädte

Beeindruckende HöhlenIn Kappadokien gibt es zahlreiche unterirdische Höhlenstädte mit einer faszinierenden Architektur und einem beachtlichen System aus Luftschächten, welche der Frischluftzufuhr, Beleuchtung und Befeuerung dienten. Die Städte reichen mehrere Stockwerke in die Tiefe und gehen bis zu 100 Meter in die Erde hinein. Teilweise sind die Höhlenstädte mehr als 3.600 Jahre alt. Die wahrscheinlich größte Höhlenstadt davon ist Özkonak. Sie ist allerdings noch weitgehend unerforscht. Es wird jedoch vermutet, dass sie 19 Stockwerke tief ist und 60.000 Einwohner hatte.
Die unterirdischen Städte boten ihren Bewohnern damals viele Vorteile. Unter anderem war die Temperatur in den Höhlen konstant, sodass auch Lebensmittel in ihnen gelagert werden konnten. Zudem schützen die Höhlen ihre Bewohner vor Angreifern. In den oberen Stockwerken waren Stallungen und Lagerräume untergebracht. Darunter gab es Wohn- und Wirtschaftsräume. Noch tiefer waren Kirchen und Klöster untergebracht. Zudem gab es Toiletten, Zisternen und Brunnen sowie Kerker.
Bekannt sind insgesamt knapp 40 unterirdische Höhlenstädte in ganz Kappadokien. Die kannst du allerdings nicht alle besuchen, da die meisten davon nicht für die Öffentlichkeit zugänglich sind. Zum Besichtigen solltest du die Höhlenstädte Kaymaklı und Derinkuyu aufsuchen. Diese sind am besten für Touristen erschlossen.

Das Pendant zur Unterwelt: Oberirdische Höhlenansammlungen

Höhlen gibt es in Kappadokien aber nicht nur unter der Erde, sondern auch oberirdisch. Denn es wurden auch Wohnräume, Kirchen, Klöster und verschiedene Wirtschaftsräume in steile Felswände gehauen. Einer dieser Orte ist Zelve. Die letzten Bewohner verließen diesen Ort erst 1953. Sie wurden umgesiedelt, da immer mehr Höhlen durch Erdbeben und Erosionen einstürzten. Seit 1967 befindet sich auf dem Gelände ein Freilichtmuseum, dass du bei deinem Aufenthalt in Kappadokien besuchen kannst. Der Eintritt kostet dich umgerechnet etwa 2,50 Euro. Durch das Museum führt ein Rundweg, für den du unbedingt festes Schuhwerk anziehen solltest.

Ein schöner Ausblick: Burg Uçhisar

Burg Uçhisar
Burg Uçhisar

Besonders imposant sind auch die Burgen in Kappadokien, die in hohe Felsen integriert sind. Eine dieser Burgen ist die Burg Uçhisar in dem gleichnamigen Ort in der Provinz Nevşehir. Der Burgfelsen ist 60 Meter hoch und durchzogen von zahlreichen Gängen und Räumen. Er beherbergte etwa 1.000 Menschen. Von der Spitze des Felsens – einem der höchsten Punkte von Kappadokien – hast du einen wunderbaren Ausblick. Zum einen blickst du in die Gänge und Höhlen im Inneren der Burg. Zum anderen schaust du auf ein Meer von Dächern der Stadt. In der Ferne siehst du den Berg Erciyes. Der Weg auf die Felsenspitze führt über behelfsmäßige Treppen und ist relativ anstrengend – nicht zuletzt wegen der Hitze. Nimm dir am besten ausreichend Wasser mit. Wenn dir beim Erklimmen der Stufen die Puste wegbleibt, bleibst du einfach stehen und genießt die wundervolle Aussicht.

Schon der Name ist irgendwie fabelhaft: Feenkamine in Kappadokien

Feenkamine in Kappadokien
Die sogenannten "Feenkamine" in Kappadokien

Fast überall in Kappadokien siehst du bis zu 30 Meter hohe Säulen aus Tuffstein. Diese sogenannten Feenkamine sind ebenfalls durch die Vulkanausbrüche entstanden. Sie ähneln optisch Spargelstangen die aus der Landschaft herausragen oder erinnern auch an Phallussymbole. Auch die Feenkamine wurden teilweise ausgehöhlt, um dann zu Wohnzwecken oder auch als Kirchen genutzt zu werden. Du entdeckst die Feenkamine zum Beispiel in Zelve, Göreme und Ürgüp.

Das weltbekannte Zentrum Kappadokiens: Göreme Nationalpark

Mitten im Zentrum von Kappadokien liegt der Göreme Nationalpark, der bereits seit 1985 zum Weltnaturerbe der UNESCO gehört. Dort erwarten dich auf einer Fläche von 95,72 Quadratkilometern einzigartige Felsformationen aus Tuffstein und weitere atemberaubende kulturelle Schätze. In dem Nationalpark befindet sich auch ein Freilichtmuseum. In diesem wartet eine ringförmige Ansammlung von in Felssteine geschlagenen Kirchen mit zum Teil aufwendigen Wand- und Deckenmalereien auf dich.

2. Märchenhafte Erlebnisse in Kappadokien

Neben dem Besuch und der Besichtigung der bereits genannten Sehenswürdigkeiten von Kappadokien hast du die Möglichkeit, dich mit den folgenden märchenhaften Erlebnissen noch mehr von der kunstvollen Landschaft und ihrer Schönheit verzaubern zu lassen.

Ändere deinen Blickwinkel: Heißluftballonfahrt

Eine Ballonfahrt durchs türkische Märchenland
Eine Ballonfahrt durchs türkische Märchenland

Schaue dir Kappadokien doch einmal von oben an. Steige mit einem Heißluftballon in die Höhe und genieße den atemberaubenden Ausblick auf die von der Natur geformte Landschaft mit ihren Felsformationen, den Feenkaminen und den tiefen Tälern. Die Ballonfahrt startet bereits in den sehr frühen Morgenstunden, damit du den Sonnenaufgang vom Ballon aus erleben kannst. In der Regel wirst du von dem Anbieter in deiner Unterkunft abgeholt und zum Startplatz gefahren. Mit dem Ballon geht es dann für etwa eine Stunde in die Luft. Zurück auf dem Boden wird dann noch gemeinsam angestoßen und du wirst wieder in deine Unterkunft zurückgebracht. Dort kommst du in den meisten Fällen zwischen 7.00 und 8.00 Uhr an. So hast du noch den ganzen Tag Zeit, um dir noch andere Sehenswürdigkeiten in Kappadokien anzuschauen.
Die Ballonfahrten kosten je nach Anbieter und Tour zwischen 110 und 240 Euro. Bei den günstigeren Touren fahren etwa 16 bis 24 Passagiere mit, während bei den teureren Touren lediglich 8 bis 12 Passagiere in den Korb steigen. Möchtest du eine solche Heißluftballonfahrt in deinem Urlaub in Kappadokien erleben, solltest du dir mindestens ein bis zwei Wochen vorher einen Platz reservieren. Denn die Ballonfahrten sind heißbegehrt.
Das Besondere ist, dass jeden Tag zum Sonnenaufgang bis zu 150 Heißluftballons gleichzeitig in den Himmel aufsteigen. Diesen Anblick solltest du dir auch vom Boden aus nicht entgehen lassen. Es lohnt sich auch dafür, extra früh aufzustehen.

Tauche ein in die Atmosphäre von 1001 Nacht: türkische Nacht in Kappadokien

Absolut märchenhaft sind auch die türkischen Nächte, die von verschiedenen Höhlenrestaurants in Kappadokien angeboten werden. Bei dem Besuch einer solchen türkischen Nacht tauchst Du ein in die türkische Kultur und wirst in eine Welt wie in 1001 Nacht entführt. Zu den Klängen traditionell türkischer Musik werden historische Volkstänze und Bräuche aufgeführt. Und natürlich stellen auch Bauchtänzerinnen ihr Können unter Beweis. Dazu genießt du ein typisch türkisches Abendessen und einheimische Getränke.

Schlafe wie im Märchen: Übernachtung im Höhlenhotel

Die ganze Region von Kappadokien ist durchzogen von Höhlen. Was liegt da näher als die Übernachtung in einem Höhlenhotel – normale Hotels gibt es schließlich überall. Du hast die Wahl zwischen Höhlen-Zimmern unter der Erde oder, falls du die Vorstellung, unter der Erde zu schlafen, zu beklemmend findest, einem Zimmer oberhalb der Erde. Egal, wofür du dich entscheidest, auf die Vorzüge der heutigen Zeit, wie Strom und Co., musst du nicht verzichten. Bekannte Höhlenhotels sind zum Beispiel das Cappadocia Cave Resort und Spa in Uchisar, das Dorm Cave in Göreme und das Esbelli Evi Cave Hotel in Ürgüp.

3. Aktivurlaub in Kappadokien

Du möchtest in deinem Urlaub aktiv sein? Das ist kein Problem. Kappadokien bietet dir in dieser Hinsicht viele Möglichkeiten – und das sogar auch im Winter.

Wandern, Fahrrad fahren, Quad fahren oder reiten

Reitend durch die Türkei
Sattel die Pferde: Entdecke die einmalige Landschaft Kappadokiens!

Die Landschaft von Kappadokien bietet dir zahlreiche Möglichkeiten für ausgiebige Wanderungen oder auch Radtouren. Ein besonderes Erlebnis ist eine Wanderung durch das Ihlara Tal. Die 15 Kilometer lange Schlucht wird auch als „Grand Canyon der Türkei“ bezeichnet. Die steilen Felswände wurden ebenfalls besiedelt und es befinden sich dort mehr als 50 in den Fels gehauene Kirchen aus dem 11. bis 14. Jahrhundert.
Du bist ein Adrenalin-Junkie? Dann unternehme eine Quad-Tour in den Tälern von Kappadokien. Romantischer und naturverbundener bist du auf einem Pferd unterwegs. Übrigens der Name „Kappadokien“ soll von dem altpersischen Wort „Katpatuka“ abstammen und „Land der schönen Pferde“ bedeuten.

Skifahren im Winter

Auch im Winter ist Kappadokien eine Reise wert. Lass dich von der winterlichen Landschaft verzaubern, wenn es in Kappadokien geschneit hat, oder schnalle dir Skier an die Füße und mach die Piste unsicher. Ja, du hast richtig gelesen. Am 3.917 Meter hohen Vulkan Erciyes Dagi in Kappadokien befindet sich ein Skigebiet. Dieses zählt zu den größten in der Türkei.

4. Tipps für deinen Urlaub in Kappadokien

Zum Abschluss haben wir noch ein paar Tipps für deinen Urlaub in Kappadokien:

Spar-Tipp für den Flughafentransfer: Ab drei Personen lohnt sich ein Privat-Transfer vom Flughafen zur Unterkunft, ansonsten solltest du dich einem Sammeltransfer anschließen. Eine normale Taxifahrt, bei der das Taxameter läuft, ist in den meisten Fällen wegen der Weite der Strecke recht teuer. Entscheidest du dich für öffentliche Verkehrsmittel, dauert die Fahrt bis zur Unterkunft regelmäßig deutlich länger als mit einem Sammeltransfer.

Bei den Ballonfahrten erhältst du oftmals einen Rabatt, wenn du bar zahlst.

In den Nationalparks, Museen und Co.
werden in der Regel nur türkische Lira akzeptiert. Also vergiss nicht vorher etwas Geld zu wechseln.

5. Klimatabelle Kappadokien (Zentraltürkei)

Im Märchenland Kappadokien fallen die Temperaturunterschiede sehr groß aus. Damit dein Urlaub rundum gelingt, empfehlen wir dir, deine Reise im Zeitraum April bis Oktober anzutreten. In der Sommersaison kannst du die unfassbar schönen Ballonfahrten nämlich am besten genießen und auch das erkunden der atemberaubenden Höhlenstädte macht im Sommer mehr Spaß. Skisport ist mehr deins? Dann machst du die Türkei mit deinen Brettern am besten von Dezember bis Ende März unsicher. In diesem Zeitraum ist Kappadokien meist mit Schnee eingedeckt; Wer braucht da schon Ischgl?!

Jan Feb März Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Maximal-Temperatur ° C 12° 18° 22° 26° 30° 32° 26° 20° 13°
Minimal-Temperatur ° C -8° -5° -2° 3 6 9 10 10 6 3 -2° -6°
Sonnenstunden am Tag 3 4 5 6 8 10 12 13 9 7 5 3
Regentage 7 6 8 9 9 6 2 1 3 4 6 7


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